Jahrgang 2015
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Die Werbung der vielen Check-Portale boomt. Viel Geld lasse sich sparen, wenn man vergleicht. Das gelte für Stromanbieter, für Versicherungen, für Hotelbuchungen, Handytarife, Flugreisen, ach eigentlich praktisch für alles. Behaupten die bekannten Vergleichsspezialisten. Wir haben uns daher in der Innenstadt einmal umgehört und die Leute gefragt, wie und wo und wieviel sich durch eine Internetrecherche so sparen lässt.

Vanessa und Nadine Hachenberger:

Wir haben durch die Empfehlung von Freunden im Internet einen günstigeren Anbieter fürs Handy gefunden. Da kann man 15 Euro im Monat sparen. Und als wir uns einmal für einen Flug interessiert haben, haben wir uns erst im Reisebüro nach dem Preis erkundigt und dann noch einmal online recherchiert und einen fast 100 Euro günstigeren Flug gefunden. Vergleichen lohnt sich.

 



 

 

Bert Schmitz:

Ich halte nach anderen Anbietern nur dann Ausschau, wenn ich die gesuchten Sachen nicht im Brühler Einzelhandel bekomme. Das gilt etwa für besondere Schuhe, da wurde ich im Internet fündig, aber nicht in Brühl. Allerdings überlege ich derzeit, den Energieanbieter zu wechseln. Noch bin ich bei den Stadtwerken. Bei der Buchung von Hotelzimmern habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie im Internet nicht unbedingt billiger sind als im örtlichen Reisebüro. Ich kaufe gerne in Geschäften ein, wo ich die Artikel auch anschauen und anfassen kann. Für mich macht das doch den Spaß aus. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass sich das Kaufverhalten und damit die Innenstädte in den nächsten zehn Jahren verändern werden.

 



 

Michael Kamm mit Sohn Adrien:

Ich gucke öfter bei solchen Internetportalen wie Check24 oder Verivox vorbei. Ich habe so einen günstigen Stromanbieter gefunden und auch eine Autoversicherung entdeckt, bei der ich rund 200 Euro im Jahr gespart habe. Klamotten kaufe ich nicht online, ich gehe lieber in ein Geschäft.

 




 

Helmut Wichterich:

Ich habe das Angebot der Stadtwerke, Gas zu einem fixen Preis einzukaufen, angenommen. Ich bleibe generell lieber bei Anbietern vor Ort und halte nicht so viel von Checkportalen. Da ist mir der Fachmann vor Ort lieber. Überhaupt kaufe ich lieber hochwertige Produkte zu höheren Preisen, weil die dann auch länger halten und im Endeffekt sogar billiger sind als die vermeintlichen Schnäppchen. Billig hält nämlich nicht lange. Online buche ich eigentlich nur das Ferienhaus in Holland. Die richtigen Sparangebote gibt’s nur, wenn ich gerade keine Zeit habe.

 



 

Martin Nonnenkamp mit Sohn Tim:

Ja, ich habe mich schon im Internet informiert, wenn ich etwas brauche. Beim Wechsel meiner Autoversicherung habe ich 300 Euro gespart und gute Erfahrungen gemacht. Ich könnte mir auch vorstellen, zu einem günstigeren Energieanbieter zu wechseln.

 



 

Anguel Vladimirov:

Vergleiche anzustellen, ist mir bei Kleinigkeiten nicht so wichtig. Zeit ist auch Geld, und nur um bei einem Produkt des täglichen Bedarfs zwei Euro zu sparen, fahre ich nicht in ein anderes Geschäft. Es muss nicht immer billig sein. Ich bin bei Netcolgne und bekomme ständig Angebote von Unity Media, die mich aber nicht interessieren. Wenn ich mit einem Anbieter zufrieden bin, bleibe ich bei dem, selbst wenn er etwas teurer ist. Ich bin kein Sparfuchs. Man kann woanders richtig Geld sparen. Zum Beispiel hatten wir kürzlich einen Trauerfall. Das Begräbnis sollte viel Geld kosten. Ich habe dann einen günstigen Grabstein in meinem Heimatland Bulgarien organisiert, den Transport geregelt und am Ende zusammen über 10.000 Euro gespart. Da macht Sparen dann Sinn.

 



Anne Lotfy mit Sohn Noah:

 

Ich habe noch nicht so viele Erfahrungen damit gemacht, außer dass ich bei meinem Handy den Tarif gewechselt habe. Ich bin eher der Bleibetyp. Beim Kauf eines Laptops habe ich aber einmal über eine Suchmaschine einen Preisunterschied von 200 Euro herausgefunden. Ansonsten gehe ich lieber in schöne Geschäfte vor Ort.