Jahrgang 2017
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

So langsam steigen die Temperaturen, die Frühlingsgefühle kommen auf. Kommt es jetzt auch bei einigen zum großen Frühlingserwachen? Welche Menschen könnten oder sollten ihr Handeln einmal überdenken? Wo kommen nach dem langen Winter Stellen zum Vorschein, die mal wieder dringend auf Vordermann gebracht werden müssten? Wir haben uns in der Brühler Innenstadt einmal umgehört und dabei so einige nützliche Tipps bekommen, die wir hiermit gerne weitergeben.


Christine Lennartz:
Mich regt der auffallende Dreck in ganz Brühl auf. Schauen Sie sich mal die Container auf dem Belvedere an oder den Brunnen am Steinweg. Die Beete sind in keinem guten Zustand. Wenn man in einen Mülleimer etwas wirft, fällt das unten wieder raus. Ich würde mir wünschen, dass die zuständigen Leute in der Stadtverwaltung einmal aufwachen würden.




Helga und Hans Morschbach:
Die Bevölkerung müsste aufwachen und Lebensräume für Insekten schaffen, statt sie permanent zu reduzieren. Insekten sind wichtig, vor allem die Bienen. Es muss mehr für sie getan werden, es müsste mehr bepflanzte Rabatten geben – auch im Schlosspark. Ohne Bienen geht nichts mehr.


Maria Erdmeier:
In Brühl gefällt es mir gut, es gibt ansprechende Angebote und schöne Märkte. Hier muss niemand aufwachen. Aber der amerikanische Präsident Donald Trump müsste erwachen. Am besten wäre es, wenn man ihn mit seiner Familie auf eine schöne Insel schickt, wo er keine Knöpfe und Schalter drücken kann. Ansonsten vielleicht doch noch etwas aus der Region. Als Radfahrerin stelle ich fest, dass Radwege immer sanierungsbedürftig sind vor allem auf der Vorgebirgsstraße. Und dann freue ich mich darauf, wenn das Eiscafe Cercena wieder erwacht und öffnet.




Sven Kapust:
In der Politik. Da fällt mir viel ein. Die EU sollte näher zusammenrücken und eine vernünftige Einwanderungspolitik entwickeln. Dann könnten die Vereinigten Staaten von Europa schneller kommen. Ich finde das erstrebenswert. Sie ist ein großer Bestandteil unseres Wohlstandes. Wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen und wegkommen von nationalem Gedankengut, damit die Nationalisten Frankreich, den Niederlande und anderswo uns nicht den Kopf verdrehen.
Der IS muss einen auf die Nase bekommen. Es muss einen Diskurs zum Islam geben, man muss Saudi-Arabien kritisieren und sie nicht wegen des Öls tun lassen, was sie wollen. Man muss Syrien helfen, Afrika auf eigene Füße stellen und den Menschen eine Perspektive geben. Kurz gesagt: Es muss auf der ganzen Welt gerechter zugehen. Die Natur muss geschützt werden, das Artensterben verhindert werden. Inzwischen sterben ja selbst die Geier aus.


Christian von Hopfgarten mit Sohn Lutz:
Ich fürchte, dass die Amerikaner ein böses Frühlingserwachen haben werden. Für Deutschland erhoffe ich mir, dass es nach den Erfahrungen mit Trump hier für niemanden mehr einen Grund gibt, die AfD zu wählen. Aber auch die Leute der etablierten Parteien müssen unbedingt erwachen.




Matthias Petran:
Die Bürger, die sich für Europa und seine Werte interessieren, hätten ein Frühlingserwachen nötig. Sie sollten bei den kommenden Wahlen mehr Engagement zeigen.




Lotte Pellens mit Hund Emil:
Ich würde mich freuen, wenn es die Stadt schafft, dass man den total vermatschten Fußweg in Brühl-Ost bei den Containern ohne kniehohe Gummistiefel passieren kann. Der Weg steht sehr oft unter Wasser. Das ist ein großes Ärgernis für die Anwohner und alle Fußgänger. Darüber würden sich sicher auch die Eltern freuen, die ihre Kinder in den nahegelegenen Kindergarten bringen.


Eine Umfrage von
Tobias Gonscherowski (Text)
und Bernhard Münch (Fotos)