Jahrgang 2017
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Anfang Juli stellte die Stadt Brühl in der Galerie am Schloss die Ergebnisse des Architekten-Wettbewerbs zum Rathausneubau und zur Umgestaltung des Janshofs vor. Dabei kam die Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern zu einem eindeutigen Ergebnis. Der Entwurf der Bürogemeinschaft JSWD Architekten aus Köln mit dem Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
 
Zitat aus der Bewertung: „Ein Gebäude mit einem Selbstbewusstsein und wohltuender Selbsverständlichkeit.” Wir haben Besucher der Ausstellung nach ihrer Meinung gefragt.
 

 
 
Klaus Kröhne:
 
Meiner Meinung nach hat der Wettbewerb ein hohes Niveau. Die Vorgabe, die Entwürfe für das Rathaus von Architekten und Landschaftsplanern unter Einbeziehung des Janshofes erstellen zu lassen, war hervorragend. An den vielen guten Ideen sieht man, welches Potenzial in dieser derzeitigen „Rückseite“ Brühls steckt. Hier kann für die nächsten Jahrzehnte ein toller Ort entstehen! Die Skulptur des Siegerentwurfes ist gelungen. Ich hoffe, dass sie den Brühlern auch in vielen Jahren noch gefällt und man sie im Idealfall als sich zeitlos einfügende Ergänzung des Baubestands empfindet. Auf die konkrete Dach- und Fassadenplanung bin ich sehr gespannt. Jetzt heißt bitte die Devise für alle: Planen vor Bauen!
 

 
Erwin Kragoll und seine Frau Vassiliki Toparlaki-Krogoll:
 
Uns hat ein anderer  Vorschlag besser gefallen. Der Siegerentwurf gefällt uns gar nicht. Der wirkt wie ein sehr massiger Block, in dem wieder eine Dreckecke entstehen kann. Alles andere wird von der Wuchtigkeit erdrückt, der Durchgang ist schmaler. Wir hätten uns einen großzügeren Durchgang gewünscht. Die Sichtachse auf das Fachwerkhaus fehlt. Wenn schon geklotzt wird, sollte eine Vision dahinter stecken. So passt es da nicht hin. Gut finden wir, dass der gesamte Janshof neu geplant werden soll und die Parkplätze wegfallen.
 

 
Thea Lütz:
 
Ich finde den Entwurf in Ordnung. Endlich kommt auch für den Janshof etwas in Gang, der für die Innenstadt immer eine „doofe Sache” und nicht sehr schön war. Für die Geschäftsleute ist es wohl nicht so gut, wenn die Parkplätze wegfallen. An dem Entwurf gefallen mir die Giebel, dadurch wird die Fassade aufgelockert. Die anderen Modelle waren zu streng gegliedert.
 

 
Anke und Arne Schweitzer:
 
Uns gefällt der Vorschlag gut. Besonders positiv ist, dass der Janshof autofrei wird und Bäume gepflanzt werden. Der Anbau selbst ist ein bisschen gewaltig, wie er innen ausfallen wird, können wir nicht beurteilen. Den Zugang zum Steinweg finden wir nicht zu eng. Insgesamt ist der Entwurf durchaus preiswürdig.
 

 
Brigitte Fischer:
 
Mir ist der Entwurf zu modern ausgefallen. Die Front zum Steinweg hätte sich mehr an die anderen Gebäude anpassen sollen. Dem hätten die Architekten mehr Sorgfalt walten lassen müssen. Die hintere Fassade zum Janshof passt besser. Ich bin noch etwas unentschlossen.
Gabriele und Ingo Schneider: Wir finden den Entwurf gut. Uns gefällt, wie er sich als Ganzes einfügt. Aus der Pespektive des Janshofs gefällt er uns noch besser als vom Steinweg aus. Dort sind die Fenster in der vierten Etage nicht symmetrisch und passen sich nicht so gut ein. In der Hinsicht waren andere Entwürfe besser. Es war interessant, diese verschiedenen Lösungsansätze zu sehen. Noch interessanter wird es, das alles dann in Natura zu sehen. Wir können auch noch schwer einschätzen, wie die Wirkung der Front zum Janshof sein wird. Wichtig ist auch die Neugestaltung des gesamten Janshofes.
 

 
Georg Wichterich:
 
Nach dieser Präsentation darf man gespannt sein. Mir ist aufgefallen, dass in einigen Entwürfen Flächen bebaut wurden, die anderweitig vermietet sind, wie etwa der Blumenladen. Der Siegerentwurf erinnert mich an den Anbau des margarteaS. Es ist kein Prachtbau und sieht aus wie eine Trutzburg. Ich hätte mir das etwas offener gewünscht. Jetzt soll sich der geballte Sachverstand des Brühler Stadtrats darüber Gedanken machen. Ich fürchte, dass es zu einer Kostenexplosion kommen wird.