Jahrgang 2018
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 60 Jahren
St. Heinrich geweiht

Weihbischof Joseph Ferche (1888 - 1965) hatte am 9. Februar 1958 die freudige Pflicht, die neu errichtete Pfarrkirche St. Heinrich in einem feierlichen Hochamt zu konsekrieren. Die stetige Ausweitung des westlichen Stadtgebietes - nicht zuletzt durch die Bergmannssiedlung aus 20´er Jahren - hatte die Pfarrgemeinde St. Margareta so stark wachsen lassen, dass ein eigenes Gotteshaus notwendig wurde. Erste Überlegungen zur Gründung dieser Pfarre kamen bereits 1939 auf. Sie führten zur Einrichtung eines Rektorates mit eigener Vermögensverwaltung im Jahre 1951 und mündeten schließlich 1958 in der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei.

Vor 435 Jahren
Brühl wird eingenommen
Im Februar des Jahres 1583 sah sich die Feste zu Brühl einer Belagerung gegenüber.

Allerdings waren es diesmal nicht fremde, oder gar ausländische Truppen, die vor den Toren standen: hervorgerufen durch einen erbitterten Machtkampf zwischen dem Kölner Domkapitel und dem Erzbischof und Kurfürst Gebhard Truchseß von Waldenburg waren es damals die kurkölnischen Truppen, die den kurfürstentreuen Truppen in Brühl nach- und zusetzten. Weder sein Lebensstil, noch seine Landespolitik entsprachen den Vorstellungen seiner Domherren, und so war es schließlich zum offenen Bruch gekommen. Und solche Unstimmigkeiten wurden damals dann mit dem Schwert ausgetragen. Die Auseinandersetzung fand als die „Truchsessischen Wirren“ Einzug in die Geschichtsbücher, und Brühl hatte das große Glück, sehr früh eingenommen zu werden, so dass weder der Stadt, noch der Burg größerer Schaden zugefügt wurde. Zwar hatten sich die kurfürstlichen Truppen auf die Burg zurückgezogen, aber am 12. Februar 1583, nach gerade einmal zweitägiger Belagerung, gelang es den Kommandanten der Kölner Schar, Herzog Friedrich von Lauenburg, sie durch eine List einzunehmen.

Vor 355 Jahren
Verordnung gegen Landstreicher

Am 9. Februar 1663 wurde per kurfürstlicher Verordnung verkündet, wie fortan mit Landstreichern, Zigeunern und fahrendem Volke zu verfahren sei. Es wurde darin ´den müßigen Landstreichern, …, die durch ihr ärgerliches Leben den Zorn Gottes herausfordern, die tagsüber abspeculieren, welche Untaten sie nachts verüben können, sowohl den Weibs- wie auch den Mannspersonen´ der Kampf angesagt. Sie sollten ´zu Fuß, mit Weib und Kindern wirklich zum Land hinausgetrieben´ werden, nachdem man alle Pferde und Gewehre ´konfisciert´ habe. Raue Sitten herrschten damals in kurkölnischen Landen.

Vor 125 Jahren
Gymnasium vor Schließung

Nachdem der Beschluss zur Schließung des Progymnasiums vom 22. Dezember 1892 durch die Kölner Aufsichtsbehörden gestoppt wurde, stand am 23. Februar 1893 erneut eine Abstimmung über den Fortbestand der Schule auf der Tagesordnung des Brühler Gemeinderates. In einer hitzig geführten Diskussion wurde schließlich erneut beantragt, das Gymnasium aus Kostengründen zu schließen. Die Abstimmung ergab damals eine Stimmengleichheit zwischen Befürwortern und Gegnern. Und so ist es der Gemeindeordnung geschuldet, dass die Schließung abgewendet wurde: denn für den Fall eines Patt sah diese vor, dass die Stimme des Bürgermeisters den Ausschlag gab. Letztlich verdanken wir also dem damaligen Bürgermeister Heinrich Esser, dass die Schule bis auf den heutigen Tag bestand haben konnte.

Vor 105 Jahren
Carlshalle wird eingeweiht

Als Stiftung von Bergrat Carl Gruhl errichtet, wurde die Carlshalle am 26. Februar 1913 feierlich eingeweiht. Sie war eine sehr großzügig angelegte Sporthalle direkt im Herzen der Stadt, auf der Bleiche. Die großherzige Spende erfreute sich jedoch keines langen Lebens: im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, musste sie 1951 abgerissen werden.

Vor 105 Jahren
Brühler Geschichtszeugnis

Bei Bauarbeiten am Bahnkörper der Eifelbahn, wurde in Vochem ein aus der Zeit zwischen 500 und 600 n Chr. stammender Grabstein gefunden. Auf diesem ist in recht holprigem Latein die folgende Inschrift zu finden: ´In diesem Grabhügel ruht in Frieden Regintraud, seligen Angedenkens; ihren Eltern war sie teuer; sie scheiden von ihr in heißer Liebe. Sie lebte in dieser Zeitlichkeit sechzehn Jahre und wanderte aus dieser Welt am 17 April.´ Die Zeilen belegen, dass in dieser Zeit im Gebiet des heutigen Brühl schon christliche Franken lebten.

Vor 45 Jahren
Stadtwerke ziehen um

Nachdem die Kaufhof Warenhaus AG das Gelände an Steinweg und Mühlenstraße erworben hatte, stand für die Bediensteten der Brühler Stadtwerke im Februar 1973 der Umzug in das neu errichtete Verwaltungsgebäude an der Bergerstraße an. Die 1958 errichteten Verwaltungsgebäude in der Innenstadt wurden schon wenig später abgerissen und wichen dem Neubau der Brühler Kaufhof-Filiale.