Jahrgang 2018
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Das Thema Parken in Brühl ist immer wieder aufs Neue aktuell. In den vergangenen Tagen hat die Stadt Brühl damit begonnen, Parkuhren in Seitenstraßen aufzustellen, um den „Parksuchverkehr” zu reduzieren und die Besucher der Innenstadt dazu zu bewegen, ihr Auto in einem der großen Parkhäuser oder auf dem Parkdeck der Giesler Galerie abzustellen.
Die Parkgebühren wurden erhöht, der Belvedere Parkplatz ist künftig bis 23 Uhr kostenpflichtig. Parallel dazu fällt der Parkplatz am Janshof wegen der Großbaustelle Rathausanbau weg. Wie kommt das alles bei den Besuchern der Innenstadt an?




Jürgen Esser und Tochter Judith:

Mit der Parkplatzsituation war ich noch nie super zufrieden. Durch die Änderungen werde ich noch unzufriedener, weil es für Brühler Bürger problematischer wird. Die Höhe der Parkgebühren ist okay. In Köln sind die Preise viel höher. Die Preiserhöhung ist vertretbar, aber die Ausweitung bis 23 Uhr sehe ich sehr kritisch. Das ist kein Anreiz für Touristen. Ich vermisse auch so etwas wie die „Brötchentaste”, wenn man mal ganz kurz bei der Post hält.




Younes Abarkani:

Ich wohne in der Innenstadt und habe bis jetzt als Anwohner auf dem Belvedere Parkplatz parken dürfen. Das wurde jetzt geändert. Ich glaube, es gibt nur noch 15 Parkplätze für Anwohner. Ich soll mein Auto stattdessen zukünftig in der Gartenstraße abstellen. Finden Sie da mal einen Parkplatz. Die Situation hat sich also verschlechtert. Ich bin sehr unzufrieden damit. Man muss auch an die Bewohner der Innenstadt denken und nicht versuchen, sie zu verscheuchen. Die Preise fürs Parken wurden angepasst, das ist okay.




Joachim Nolte:

Die Parkplatzsituation in Brühl ist ausreichend, wenn der Janshof benutzt werden kann. Der Belvedere Parkplatz ist groß genug. Dagegen wird die Tiefgarage im Franziskanerhof kaum frequentiert. Auch das Parkplatzangebot der Giesler-Galerie ist gut. Auch wenn es für Autofahrer unglücklich ist, man muss sich auch ein bisschen bewegen, wenn man zu einem Geschäft will. Oder man fährt mit dem Fahrrad. Dass die Preise erhöht werden, liegt wohl daran, dass mehr Einnahmen benötigt werden. Es heißt ja nicht umsonst Parkraumbewirtschaftung. Das Preisniveau war bislang akzeptabel. Und man bekommt eigentlich immer einen Parkplatz.




Daniel Gümüs und Lisa:

Ich finde die Situation nicht sehr gut, wenn der Janshof wegfällt. Die Parktaschen auf dem Belvedere sind sehr klein und eng. Insgesamt konzentriert sich das Angebot meiner Meinung nach zu sehr auf die Innenstadt. Es müssten auch Ideen für die Stadtteile entwickelt werden. Ich könnte mir ein Einkaufszentrum in Brühl-Ost vorstellen, um den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten. Die Preise fürs Parken sind in Ordnung im Vergleich beispielsweise zu Köln. Aber die Parkzeiten bis 23 Uhr zu verlängern, finde ich ehrlich gesagt schon happig.




Klaus Eilender:

Wer ist schon damit zufrieden? Sie ist so lala. Auf der Giesler-Galerie geht es, dort hat sich das Angebot bewährt. Auf dem Belvedere sind zu wenig Parkplätze. Die Preise könnten besser sein, wenn man weiß, dass Parken im Hürthpark umsonst ist.




Harry Hupp:

Die Parkplatzsituation ist durch den Wegfall des Janshofes katastrophal. Dadurch geht Geld verloren. Die Preiserhöhung dient dazu, den maroden Haushalt zu stützen. Aber noch sind die Preise im Vergleich zu anderen Städten akzeptabel. Tatsache ist, dass die Anwohnerparkplätze verringert wurden bzw. kostenpflichtig werden. Das führt zum Unmut der Anlieger. Das Parkraumkonzept halte ich nicht für gelungen.




Bernd Schüler und Sandra Wieland:

Es wird teurer. Es gibt kein Kurzzeitparken mehr. In anderen Städten kann man noch eine halbe Stunde umsonst parken. Das vermissen wir in Brühl. Das geht zu Lasten des Einzelhandels. Wir fragen uns auch, warum man die vielen Baustellen nicht in einem Aufwasch erledigen kann. Die Zufahrt zum Belvedere läuft nicht gut, auf der Kölnstraße müsste mehr kontrolliert werden.




Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)