Jahrgang 2018
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(tg) Yvonne Kreckel wurde in Mönchengladbach geboren, besuchte in Erkelenz das Gymnasium und verbrachte noch als Schülerin ein Jahr als Aupair bei einer Familie mit sechs Kinder in Florida. Danach studierte sie in Köln Englisch, Philosophie auf Lehramt.

Von 2007 bis 2009 verbrachte sie ihr Referendariat am Max Ernst Gymnasium in Brühl. Dort unterrichtet sie heute als Stadienrätin Englisch und Praktische Philosophie. An der Schule ist sie auch als SV-Verbindungslehrerin tätig. Zudem ist sie Co-Leiterin der Israel-AG.

Vor drei Jahren absolvierte Yvonne Kreckel eine Weiterbildung im Fach Literatur mit dem Schwerpunkt Theater und Film. In der Theater-AG des MEG engagiert sie sich seit vielen Jahren, seit 2014 als Leiterin. Nun kommt das vierte Stück unter ihrer Regie auf die Bühne der Aula des Gymnasiums. Am 21., 22. und 23. Juni führt die Theater-AG im Rahmen des Brühler Sommers jeweils um 19:30 Uhr ihr neues Theaterstück „Eine Aufzieh-Apfelsine _CL_CKW_RK _R_NG_“ auf. „Die Präsentation orientiert sich an dem 1962 veröffentlichten Roman, der heute zu den bedeutendsten britischen Romanen des 20. Jahrhunderts zählt”, sagt Yvonne Kreckel. „Der Einfluss von (ungefilterten) medialen Sinneseindrücken und die Auswirkung auf die eigene Willensfreiheit ist heute aktueller denn je und so haben sich die Schülerinnen und Schüler der AG dem kontrovers diskutierten Thema mit viel Enthusiasmus angenommen."

Vielleicht noch bekannter als das Buch ist der Film „Uhrwerk Orange” von Stanley Kubrick. „Unsere Herausforderung bestand auch darin, mit Schülern der Oberstufe mit der Darstellung der Gewalt durch entfremden anders umzugehen als im Film”, berichtet die Lehrerin. Hinter der Produktion des neuen Theaterstücks der 50-köpfigen Theater-AG steckt ein großes Team. 38 Rollen galt es zu besetzen, für das Bühnenbild zeichnet Ulrike Hagenkort verantwortlich. Der frühere AG-Mitgründer Georg Durando ist immer noch dabei, fünf Schüler haben ein neuartiges Videokonzept mit Clips beigesteuert. „Wir wollen am Ende wieder ein Stück zu präsentieren, das auf gewohnt hohem Niveau kontroverse gesellschaftliche Themen auf der Bühne verbindet”, fiebert Yvonne Kreckel der Premiere entgegen.


Ich arbeite in Brühl seit ...
2007. Ich unterrichte in Brühl und bin daher so gut wie jeden Tag hier.  

Am besten gefallen mir an Brühl ...
die vielen kleinen Plätze und Gassen, in denen ich meinen Kaffee genießen kann und immer wieder auf bekannte Gesichter stoße.

In Brühl vermisse ich ...
den Dom (allerdings erkauft man sich den mit viel Großstadtlärm).  

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ...
der Schlosspark zum Spazieren, Lesen oder Durchatmen. Ansonsten natürlich meine Schule.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ...
weniger, da ich in Köln wohne. Jedoch nehme ich in Brühl jedes Jahr am Schweigegang zur Erinnerung an die Reichspogromnacht teil.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich ...
eine stete Förderung der Kulturszene und deren Projekten.

Meine Einstellung zur Kirche ist ...
Unsere Gesellschaft und deren Traditionen basieren in weiten Teilen auf dem Christentum. Wenn wir mit der Israel AG in Jerusalem sind, erkennt man dort vor Ort und ganz direkt die vielen Gemeinsamkeiten, die wir mit dem Judentum und dem Islam haben. Leider wird die Kirche von Populisten häufig zu Abgrenzung instrumentalisiert. Hier würde ich mir mehr Offenheit und Toleranz wünschen.

An den tollen Tagen findet man mich ...
Ich habe nicht nur im Theater großen Spaß an Kostümen und Verkleidungen. Weiberfastnacht in der Schule lasse ich daher nie aus.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ...
äußerst liebenswert! Brühl ist umgeben von herrlicher Natur, hat kulturell einiges zu bieten, und die Einwohner sind mit dem rheinischen Frohsinn gesegnet.

Am besten abschalten kann ich bei ...
Yoga oder auf Konzerten meiner Lieblingsbands. Da darf es dann auch gern mal laut werden.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ...
die Umweltverschmutzung ganz allgemein und unnützen Plastikmüll.

Mein letzter Kinofilm war ...
„Jim Knopf” (mit meinem Patenkind), „Hexe Lilli” (mit meiner Nichte). Der letzte Film, den ich mir für mich ausgesucht habe, war „Magical Mystery”.  

Mein letztes Buch war ...
„Who the Fuck is Kafka?” von Lizzie Doron.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ...
nur, wenn meine Freundin zu Besuch kommt, die großer Gladbach-Fan ist und immer meint, mich damit ärgern zu müssen. Aber als Wahlkölnerin ist der FC natürlich der einzig wahre Verein.