| Interview mit Michael Ostrzyga, Leiter des Oratorienchores Brühl |
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| BBB-Online Spezial | |||
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BBB: Welche musikalischen Ziele haben Sie sich mit dem Chor gesteckt? Ostrzyga: Mein Ziel ist es, die Ausdruckspallette und den Klangfarbenreichtum des Chors vergrößern; die Stilsicherheit zu vergrößern, wenn es z.B. um die besondere Aufführungspraxis der Werke von Haydn, Mozart oder Bach und Schütz geht, um nur wenige zu nennen. In diesen stilistischen Differnzierungen, insbesondere der Phrasierung, kann der Chor noch viel Potential entfalten. Daneben geht es um allgemeine Fähigkeiten, die das Probentempo erhöhen, wie Auffassungsgabe, Lesefähigkeit usw. Ich versuche, den Chor mit jeder Probenphase und jedem Konzert über seine Grenzen hinaus zu führen. Bisher hat dies auch geklappt. Der persönliche Ausdruck, das von jedem gespürte Anliegen, dieses oder jenes Stück unbedingt singen zu wollen, oder diese oder jene Aussage äußern zu wollen, ist wesentliches Ziel meiner Arbeit - mit jedem Ensemble. Jede Sängerin und jeder Sänger soll sich den unbedingten Gestaltungswillen und die Vision der Musik zu eigen machen. Dies setzt eine große Vertrautheit mit dem Notentext voraus. Es gibt einen absoluten und einen relativen Anspruch. Relative Fortschritte werden im Grunde immer erzielt und jeder (weise) Chorleiter hat seine Freude daran und vermag diese auch zu zeigen. Bisher hat dieser Chor es allerdings von einer Probenphase zur nächsten geschafft, näher an meinen absoluten Anspruch heran zu kommen, und das ist natürlich künstlerisch sehr befriedigend und bestätigt mich in meiner eigenen Herangehensweise.
BBB: Welches Programm wird beim Konzert am 30.11.08 geboten? Ostrzyga: Saint-Saens: Oratorio de Noel für Soli, Chor, Harfe , Orgel Saint-Saens: Quam Dilecta für Chor, Harfe, Orgel verschiedene Gesänge für Soli oder Chor mit Orgel oder Harfen von G. Fauré. Messe Basse von G. Fauré für Solo-Sopran, Frauenchor und Orgel
BBB: Nach welchen Kriterien wurde das Konzertprogramm erstellt? Ostrzyga: Zuerst stand Oratorio de Noel als Hauptwerk fest. Französische Romantik und die Besetzung (insbesondere die Harfe) wurde dann das Dach für das gesamte Programm. Alle Stücke sind sehr intim, nach innen gewandt. Mit dem Oratorio de Noel haben wir ein sehr bekanntes Werk, mit den anderen Stücken selten aufgeführte, besonders reizvolle Kleinode.
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