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Brühler Bilderbogen Januar 2010
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Liebe Leser, seit Wochen hat uns der Winter fest im Griff, und es sieht so aus, als würde dies auch noch eine Zeit lang andauern. Den Jecken im Rheinland ist das Wetter relativ egal. Sie feiern auch bei frostigen Temperaturen, was das Zeug hält. Aber gegen ein paar Grad mehr und Sonnenschein hätte sicher auch niemand etwas. Am wenigsten die Brühler Tollitäten: weder Prinz Wolfgang III., Bauer Jürgen und Jungfrau Michelle vom „großen“ Brühler Trifolium, noch Prinz Cedrik, Bauer Lukas und Jungfrau Annalena, die in diesem Jahr das Kindergestirn der Schlossstadt bilden. Wir haben uns mit beiden Dreigestirnen in gemütlicher Runde zusammengesetzt und ausführlich unterhalten.

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Nur noch knapp drei Wochen, dann übernimmt das Narrenvolk das Regiment über die Stadt. Noch bevor der Bürgermeister kurz nach 11.11 Uhr an Weiberfastnacht kapituliert hat und der Straßenkarneval eröffnet ist, werden sich die Narren wieder in Schale werfen und ihre schönsten oder bewährtesten oder neuesten Kostüme tragen. Der Vielfalt und dem Einfallsreichtum der Leute sind keine Grenzen gesetzt. Und wer noch kein Kostüm gefunden hat, wird sicher in den bekannten Geschäften und Warenhäusern fündig werden. In diesem Sinne: Bröhl, Alaaf!

Maren Jouaux: Ich habe mich im letzten Jahr als Erdbeere verkleidet. Das Kostüm hat meine Mutter selbst genäht. Das hat mir richtig gut gefallen. Maike Jouaux: Ich bin als Fledermaus gegangen und hatte ein schwarzes Kostüm mit Flügeln. In diesem Jahr gehe ich als Cowgirl. Ich habe eine Jeans an, trage einen Gürtel, eine rotkarierte Bluse und eine Weste. Ich muss mir nur noch eine Knarre besorgen.
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„Ob groß, ob klein, ob ärm, ob rich, em Fasteleer sin all glich” Dieses Dreigestirn ist rekordverdächtig. Handgestoppte 17 Minuten dauerte der Einmarsch in den Saal anlässlich der Proklamation von Prinz Wolfgang III., Bauer Jürgen und Jungfrau Michelle. Selten ging es bei einer Proklamation so stimmungsvoll zu wie bei den neuen Tollitäten, die sich kurz darauf in ihrer Hofburg Ramada Hotel in Brühl mit dem Brühler Bilderbogen zum persönlichen Gespräch trafen.

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„Mit uns an der Spetz weed et Üch net bang” (tg) Selten dürfte es in der Brühler Karnevalsgeschichte ein Kinderdreigestirn gegeben haben, dem das Karnevalsgen dermaßen in die Wiege gelegt wurde wie dem des Jahres 2010. Denn Prinz Cedrik I., Bauer Lukas und Jungfrau Annalena stammen aus durch und durch jecken Familien.

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Sitzungen & Partys

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Freitag 12. Februar 14.11 Uhr, Karnevalszug in Schwadorf |
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„Die Jugendlichen sollen das Virus Cultra in sich tragen” (tg) Im September wurde das Jugendkulturhaus „Passwort Cultra“ in der Schildgesstraße feierlich eröffnet. Die im Erftkreis einzigartige Einrichtung wird von Herbert Börger und seinem Team geleitet. Im Gespräch mit dem Brühler Bilderbogen zog der 56-Jährige eine erste positive Bilanz.

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Am Wochenende 6./7. Februar können Kunstinteressierte zwischen 11 und 17 Uhr im Brühler Rathaus einen Blick hinter die Kulissen werfen. Gezeigt werden die Werke der Bewerber um das 40. Max Ernst Stipendium der Stadt Brühl. Zu dem Thema „Junge Kunst im Rathaus” gibt es um 11.30 und 15 Uhr Führungen. Treffpunkt ist der Infostand im Kreuzgang, Rathaus der Stadt Brühl, Uhlstraße 3. Besichtigen Sie die künstlerischen Positionen, mit denen sich junge Studierende aus ganz Deutschland beworben haben. Ob Malerei oder Grafik, Skulptur, Fotografie oder grenzüberschreitende Medien – das Stipendium ist außerordentlich vielfältig. Im ersten und zweiten Obergeschoss präsentiert die Stadt Brühl die Preisträger-Arbeiten der letzten 39 Jahre. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02232/ 792710. (Foto: Beitrag aus Vorjahr) |
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Das Brühler „Theater FunDaMental“ spielt gemeinsam mit der Pink-Floyd-Coverband „Us & Them“ unter der Regie von Axel Gehring am Samstag, den 6. Februar um 19 Uhr im Dorothea Tanning Saal im Max Ernst Museum das 2006 in London uraufgeführte Theaterstück des englischen Dramatikers Tom Stoppard. Es behandelt die Zeit zwischen dem „Prager Frühling“ 1968 und der „samtenen Prager Revolution“ 1990. Das Verbot und der Prozess gegen die tschechische Undergroundband „Plastic People of the Universe“ nach dem durch die Sowjetunion zerschlagenen „Prager Frühling“ führte zur „Charta 77“, einer von über 240 Personen unterzeichneten Anklage gegen die tschechische Regierung unter Gustav Husak, die Einhaltung der Menschenrechte in der Tschechoslowakei zu gewährleisten. Zu den Unterzeichnern gehörte der spätere Staatspräsident Václav Havel, dem Stoppard sein Stück gewidmet hat. |
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Die Bundesfinanzakademie, Willy-Brandt-Straße 10, zeigt vom 1. bis 26. Februar die Ausstellung „Es schläft ein Lied in allen Dingen“ der Brühler Künstlerin Apollonia Harwarth. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr in der Rotunde der Akademie zu sehen. Der Eintritt ist frei. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, dem 31. Januar, um 15 Uhr. Die Kunsthistorikerin Doris Krampf führt in das Werk ein. Apollonia Harwarth malt fantasievolle und surreale, mythologisch anmutende Bildwelten auf Papier und Leinwand. Bunt schillernde Mischwesen nehmen den Bildraum ein und schaffen einen ganz eigenen, geheimnisvollen und rätselhaften Kosmos. Zu sehen sind Vögel und andere Tierwesen auf hell leuchtenden Hintergründen, umgeben von kosmischen, pflanzlichen und ornamentalen Gebilden.

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(tg) Wenn engagierte Menschen zusammenarbeiten, können großartige Projekte entstehen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Unterstützung des „Förderverein des Tagesstättenverbund Brühl Innenstadt“, der den Kindertagesstätten „Clemens August“ und „Im alten Forsthaus“ in vielfältiger Art und Weise hilft: finanziell, ideell und materiell.

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