| Eine Brühler Monatschronik: Juli/August |
|
|
|
|
Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)
Vor 285 Jahren Grundstein für Schloss Augustusburg Auch in diesem Monat ist Clemens August wieder gebührend in unserer Chronik vertreten, denn am 8. Juli 1725 legte er den Grundstein zum Wiederaufbau des Brühler Schlosses und machte sich dadurch aus Brühler Sicht betrachtet quasi unsterblich. Zum Oberbauleiter bestellt er zunächst den Münsteraner Architekten Johann Conrad Schlaun. Vor 665 Jahren Brühl wird verpfändet Mit Urkunde vom 23. August 1345 gab Erzbischof Wairam von Jülich Brühl mit seiner Burg, Stadt und Bevölkerung zur Sicherheit für ein Darlehen von 36.000 Gulden in Pfand. Seine Geldgeber waren damals die Herren Werner von Spiegel, Eberhard Hardefust und Arnold von Palandt. Vor 520 Jahren Grundlage zur Klostergründung Kurfürst Erzbischof Hermann von Hessen erhielt durch ein päpstliches Breve vom 6. Juli 1490 die Ermächtigung zur Errichtung eines Franziskanerkonvents in Köln oder den umliegenden „Kölnischen Landen”. Papst Innozenz Vlll. war es, der in dieser Bewilligungsurkunde, wie man sie heute wohl im Amtsdeutsch nennen würde, zugleich festlegte, dass das Haus „mit Kirche, Konvent, niedrigem Glockenturm, Glocke usw.” zu errichten, und den Observatenbrüdern für immer zur Benutzung zu übertragen sei.
Vor 310 Jahren Geburt von Clemens August Clemens August I. Ferdinand Maria Hyazinth von Bayern erblickte am 16. August des Jahres 1700 in Brüssel das Licht der Welt. Gibt es über das exakte Datum noch einige Verwirrung – ältere Quellen weisen den 17. August aus – so ist die Frage seiner Herkunft doch zweifelsfrei geklärt: seine Eltern waren Kurfürsten Max Emanuel von Bayern und dessen zweite Ehefrau, Therese Kunigunde, Prinzessin von Polen. Er war das fünfte Kind seiner Eltern, insgesamt hatte er nicht weniger als acht Geschwister und fünf Halbgeschwister.
Vor 90 Jahren Georg Grosser wird Brühler Pfarrer Als Pfarrer Georg Grosser am 7. Juli 1920 die Einführungsfeier als evangelischer Pfarrer an der Christuskirche erlebte, da konnten weder er, noch seine Gemeinde ahnen, dass sein Wirken für seine neue Heimatstadt so segensreich und bedeutsam sein würde, dass ihm am 4. Juli 1963 die Ehrenbürgerwürde Brühls zuteil werden würde. Vor 85 Jahren Lehrerseminar wird geschlossen Die Brühler Seminarübungsschule wurde am 25. Juli 1925 gemeinsam mit dem Lehrerseminar nach genau 102-jährigem Bestehen geschlossen. Vor 65 Jahren Dechant Fetten kehrt heim Vier Jahre nach seiner Verbannung durch die nationalsozialistischen Machtaber, genauer am 5. Juli 1945 wurde Dechant Heinrich Fetten von einem britischen Oberstleutnant nach Brühl zurückgeholt, wo er von seiner Gemeinde mit dem Geläut der letzten an St. Margareta verbliebenen Glocke herzlich begrüßt wurde. Geschwächt durch das jahrelange Ringen mit den Nazis führten seine Anstrengungen um den Wiederaufbau schließlich dazu, dass er am 6. Juni 1949 starb. Seine letzte Ruhestätte fand er im Angesicht seiner Pfarrkirche unter dem Hochkreuz auf dem alten Friedhof.
|






