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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 175 Jahren
Neuer Oberpfarrer

Laurentius Berrisch (Bild) wurde am 3. September 1845 zum neuen Oberpfarrer an St. Margareta berufen. Zeit seines Lebens widmete er sich der caritativen Arbeit in Gemeinde und Stadt: Er begründete eine örtliche Pfarrcaritas und war Initiator für die Einrichtung des katholischen Gesellenvereins. Die Kolpingsfamilie Brühl 1870 – in der Nazizeit benannten sich Gesellenvereine um, und konnten so erfolgreich der Gleichschaltung entgehen – kann übrigens in diesem Jahr (2020) auf ein 150-jähriges Bestehen zurückblicken.
Zur Sicherung einer möglichst umfassenden Krankenbetreuung erreichte Berrisch, dass die Schwestern der Armen Dienstmägde Christi nach Brühl kamen und hier segensvoll und mit Hingabe wirkten. Auch die Einrichtung einer Kinderbewahrschule war seinem Engagement zu verdanken. Er war mit seiner Aufgabe in und für Brühl so tief verbunden und in der Stadt derart verwurzelt, dass er die Berufung, als Pfarrer nach St. Maria im Kapitol in Köln zu gehen (was eine außerordentliche Wertschätzung widerspiegelte und einer deutlichen Beförderung gleichgekommen wäre) ablehnte, um weiterhin hier als Seelsorger wirken zu können.

Vor 490 Jahren
Verheerender Stadtbrand
Am 14. September des Jahres 1530 fiel beinahe die gesamte Stadt Brühl einem Großbrand zum Opfer. Wie damals üblich, waren die Häuser allesamt aus Holz oder Fachwerk gebaut, und standen dicht an dicht, so dass die Flammen leichtes Spiel hatten. Eine organisierte Feuerwehr gab es damals noch nirgends, so dass keine wirkliche Hilfe möglich war. Einzig das gerade fünf Jahre zuvor fertiggestellte Haus zum Stern (am Nordende des Marktes gelegen, und vielen noch als „Haus Moons“ bekannt) trotzte den Flammen sowie allen folgenden Stadtkatastrophen und ist bis auf den heutigen Tag erhalten.

Vor 100 Jahren
Neuer Bürgermeister
Am 25. September 1920 wählte der Stadtrat Rudolf Freericks zum Bürgermeister als Nachfolger von Heinrich Tück, der in den wohlverdienten Ruhestand getreten war.

Vor 100 Jahren
Brühler Heimatschau
Ein echtes Novum wurde vor 100 Jahren hier in Brühl auf die Beine gestellt: Am 5. September 1920 konnte in den Erdgeschossräumen des Schlosses eine umfassende Brühler Heimatschau eröffnet werden. Initiatoren dieser großzügigen Ausstellung waren Brühls Ehrenbürger Monsignore Richard Bertram, Religionslehrer Dr. Josef Greven und Seminaroberlehrer Josef Nießen. Dr. Greven äußerte sich in der Eröffnungsansprache unter anderem so: „Unsere Ausstellung, die keine Weltausstellung sein will, hat eine Seele, nämlich die Liebe zu unserer engeren Heimat.”

Vor 55 Jahren
Abschied vom Gruhlwerk
Ihr endgültiges Ende erlebte die Zeit unserer Heimatstadt Brühl als Braunkohlestadt am 17. September 1965. An eben diesem Tage wurden die Schornsteine von Gruhlwerk II gesprengt. Vorbei waren damit auch die Zeiten, in denen die Luft kohlenstaubgeschwängert war. Die inzwischen abgeschlossene Rekultivierung hat dann dafür gesorgt, dass aus den Gruben wundervolle Naherholungsgebiete entstanden.

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