(tg) Marion Köhler wurde 1961 im kleinen Örtchen Braubach bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz geboren. Von ihrem Vater, der im Nebenamt Organist im gleichen Ort war, stammt ihre früh entwickelte Liebe zum Klavier- und später Orgelspielen. Mit sechs Jahren bekam sie bereits Klavierunterricht. Da sie sich dabei nach eigener Einschätzung „nicht allzu doof“ anstellte, war dann „sobald meine Beine lang genug waren, um an die Pedaltasten zu gelangen“ der Sprung zum Orgelspiel nicht mehr weit.

Mit 16 Jahren ging sie von der Schule ab und besuchte fortan die Musikhochschule in Köln. „Mit 21 Jahren war ich fertig“, sagt Marion Köhler stolz. Sie konnte sofort danach aus zwei attraktiven Jobangeboten wählen und entschied sich für die Evangelische Militärkirchengemeinde St. Stephanus in Munster/Niedersachsen. Dort lernte sie beim „Panzerball“ ihren Mann Wolfgang kennen und lieben. Sie heirateten bekamen sieben Kinder – vier Jungs und drei Mädchen – und landeten nach weiteren Stationen in u.a. Koblenz, Hamburg und Verona im Jahr 1997 in Brühl. Bis heute fühlt sich die Familie hier wohl. Marion Köhler fand schnell Anschluss und Arbeit. Zunächst als Vertretung in Sürth und Bayenthal, dann in Brühl, als an der Johanneskirche eine Stelle frei wurde.
Seitdem ist die Kantorin „sehr zufrieden“ in Brühl. Die Kantoreiarbeit hat sie im Mai an Ruth Dobernecker abgegeben und ihre Stundenzahl reduziert. Marion Köhler hat sich nun auf die Projektarbeiten konzentriert, „in der singende Menschen Lust darauf haben, für eine begrenzte Zeit  zu proben. Nach sehr erfolgreichen Projekten mit teilweise umgetexteten Songs der Beatles, von Abba oder Queen steht im Februar zum Karnevalsgottesdienst ein Special mit kölschen Liedern an. „Die Proben machen viel Spaß, wir haben auch Zeit zum Quatschen und gemeinsamen Essen“, sagt Marion Köhler.

In der Vorweihnachtszeit gibt es vier Adventskonzerte in der Christuskirche. Für das am 4. Advent am 21. Dezember zeichnet sie verantwortlich. Es ist ein Konzert mit dem ukrainischen Flüchtlingschor „Namysto“, bei dem schöne ukrainische und deutsche Weihnachtslieder gesungen werden.

Im Sommer organisiert sie zudem die Konzertreihe „Sommerkirche“, zu der Solisten oder auch Ensembles eingeladen werden. Und das alles neben ihrer Tätigkeit als Organistin bei den regelmäßigen Gottesdiensten, Schul- und 
Seniorengottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen wie Trauungen, Taufen und Beerdigungen, Abendmusiken, Gemeindefeiern und - festen.


Ich lebe in Brühl seit ....
dem Jahr 1997, aktuell in Brühl-Süd.

Am besten gefällt mir an Brühl ....
die großartige Infrastruktur mit der tollen Verkehrsanbindung an den Nahverkehr und die Autobahn. Man bekommt alles in Brühl, was man braucht. Und wer die Sehnsucht nach der Großstadt hat, ist ganz schnell in Köln.

In Brühl vermisse ich ....
ein ordentliches Spielwarengeschäft.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
morgens bei uns zuhause auf der Terrasse oder auf meiner Orgelbank oder im Schlosspark oder unterwegs in der Stadt. Ich habe viele Lieblingsplätze.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
aktuell in keinem Verein. Ich war mal in der Judoabteilung des BTV.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
für genügend Kinderbetreuungsangebote und Grundschulangebote in der Nähe von Neubaugebieten wie in Brühl-Süd zu sorgen. Da sehe ich einen Bedarf.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....
ist positiv. Sie ist meine Arbeitgeberin. Allerdings leide ich manchmal mit ihr mit.

An den tollen Tagen findet man mich ....
am Sonntagmorgen auf der Orgelbank. Danach gucke ich mir gelegentlich mit meinen Kindern und Enkelkindern den Brühler Karnevalszug an.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
freundliche, offene Stadt mit allen Möglichkeiten, die man sich als normaler Mensch wünscht.

Am besten abschalten kann ich ....
ganz unterschiedlich. Zum einen wenn ich an der Orgel sitze und die ganze Kirche für mich alleine habe. Auch bei einem schönen Spaziergang kann ich wunderbar entspannen und abschalten.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich, ....
wenn Sitzungen unnötig lange sind.

Mein letzter Kinofilm war ....
„Tar“, den ich mit meiner Tochter in Berlin gesehen habe. Es ist die Geschichte über eine Dirigentin, die als erste ein großes deutsches Orchester leitet.

Mein letztes Buch war ....
„101 Essays, die dein Leben verändern werden“ von Bianna West. Noch haben die Essays mein Leben aber nicht sehr verändert ...

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....
am Rande, weil zwei meiner vier Söhne FC-Fans sind. Wenn eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, fiebere ich aber auch schon mal mit Deutschland mit.