Das 56. Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl wurde dem 30-jährigen Video- und Installationskünstler Fynn Ribbeck zugesprochen. Der 1995 in Lennep geborene Künstler studierte zunächst von 2013 bis 2021 in Düsseldorf, zuletzt als Meisterschüler von Professorin Dominique Gonzalez-Foerster. Zurzeit ist er an der Kunsthochschule für Medien Köln immatrikuliert.

In ihrer Sitzung begutachtete die Fachjury, die unter dem Vorsitz des Kunsthistorikers Dr. Dirk Teuber tagte, 48 der ursprünglich 262 eingereichten Bewerbungen. Unter den vielfältigen Positionen stachen die Arbeiten des diesjährigen Gewinners besonders hervor. In ihrer Begründung lobt die Jury, der erstmals auch der neue Brühler Bürgermeister Dr. Marc Prokop angehörte, die außergewöhnliche Qualität der Videoarbeiten und die in physische Körper übersetzten Skulpturen, die teils auf digitalen Bildern aus den filmischen Arbeiten basieren.
Neben dem Preisgeld von 10.000 Euro, das auch in diesem Jahr die Stadt Brühl und die Max Ernst-Gesellschaft e.V. zu gleichen Teilen zur Verfügung stellen, besteht die Möglichkeit, dass die Stadt Brühl für ihre „Sammlung Junge Kunst“ ein Werk des Stipendiaten erwirbt.
Zudem erhält Fynn Ribbeck die Möglichkeit, seine Werke im Leonora-Carrington-Saal des Max Ernst-Museums Brühl des LVR auszustellen. Die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung finden am 2. April dem Geburtstag Max Ernsts, statt.