Jahrgang 2021
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 30 Jahren
Brühler Brunnentaufe

Der von Künstler Olaf Söth gestaltete Brunnen am Kreisverkehr Kölnstraße / Comesstraße wurde im November 1991 eingeweiht und in Betrieb genommen. Stadtdirektor Dr. Walter Leder und Bürgermeister Wilhelm Schmitz, die dem anwesenden Künstler quasi als Taufpaten assistierten, ließen dann auch gleich das erste Wasser aus dem aus Kalksteinblöcken geschaffenen Brunnen fließen. Schmitz hob in seiner Ansprache damals hervor, dass mit diesem neuen Wasserspiel die Brühler Fußgängerzone an beiden Enden einen Brunnen aufweisen könne. Dies ist inzwischen von der Geschichte ein- und überholt worden, denn das Pendant, der „Kreiselbrunnen“ am Stern ist ja leider im Zuge der Umgestaltung für die neue Verkehrsführung zur Giesler Galerie verschwunden, ohne dass dort ein Ersatz geschaffen wurde.

Vor 220 Jahren
Strukturreform im Rheinland

Strukturreformen begleiten uns durch die Geschichte, haben in und für Brühl immer wieder Änderungen nach sich gezogen. Am Festtag der Heiligen Elisabeth von Thüringen, dem 19. November im Jahre 1801 war es wieder einmal so weit. Unter französischer Herrschaft wurde Brühl dem neuen Roer-Departement mit Haupt- und Bischofsstadt Aachen zugeschlagen. Gut für Brühl war es, dass man Kantonalhauptstadt wurde. Dies bedeutete, dass Brühl 25 Gemeinden unterstellt wurden und von hier aus zu verwalten waren: Brühl, Vochem, Berzdorf, Schwadorf, Pingsdorf, Hürth, Fischenisch, Kendenich, Hermühlheim, Gleuel, Immendorf, Rodenkirchen, Sürth, Meschenich, Hersel, Urfeld, Wesseling, Keldenich, Waldorf, Brenig, Hemmerich, Sechtem, Merten, Roesberg und Walberberg. Insgesamt rund 18.000 Menschen wohnten in diesem Verwaltungsbezirk.
Auch einen neuen Titel brachte diese Reform mit sich: die im französischen Mutterland gebräuchlichen Bezeichnungen wurden auch im Rheinland übernommen und „leicht angepasst“. Pfarrer Peter Heinrich Gareis wurde mit einem Mal zum Kantonalpfarrer. Aus diesem Begriff entwickelte sich damals recht rasch der weit einfachere Titel Oberpfarrer. Und dieser Titel Oberpfarrer hat hier in Brühl sowie einigen wenigen anderen Gemeinden das Bistum Aachen und die französische Zeit überdauert. Erst mit dem Tod von Oberpfarrer Phillip Lehnen am 5. Oktober 2002 ist dieser heute so selten gewordene Titel leider auch hier in Brühl „Geschichte“ geworden, da keiner seiner Nachfolger diesen einzigartigen Titel führen wollte. Schade um eine über 200-jährige Tradition in Brühl!

Vor 205 Jahren
Einbruch im Rathaus
Ganze 70 Franc waren es, die Diebe in der Nacht vom 25. auf den 26. November des Jahres 1816 im Brühler Rathaus erbeutete. Bürgermeister Adam Scholl staunte nicht schlecht, als er am 26. November sein Büro betrat, dieses jedoch vollständig durchwühlt und verwüstet vorfand. Die Einbrecher hatten alles nach Wertsachen und Reichtümern durchforstet, Schubladen und Truhen waren aufgebrochen und durchwühlt.

Vor 70 Jahren
Kirchweihe
Mit großer Freude beging ganz Brühl am 11. November 1951 die feierliche Weihe der neuerrichteten Christuskirche am Mayersweg. Nach den Bombentreffern des zweiten Weltkrieges war das alte Gotteshaus nicht mehr zu retten, ein Neubau musste geplant, finanziert und errichtet werden. Und eben diesen weihte Präses D. Held, assistiert und begleitet von dem Kölner Superintendenten H. Enke und dem um den Wiederaufbau der Kirche so verdienstvollen Gemeindepfarrer Georg Grosser am 11.11.1951.

Vor 50 Jahren
Wetterstein eröffnet
Das Seniorenwohnheim Haus Wetterstein wurde am 10. November 1971 als erste Einrichtung dieser Art in Brühl eröffnet. Damals waren solche Wohnanlagen für Senioren noch eine Ausnahme im Stadtbild. Im Herzen unserer Schloßstadt gelegen, in unmittelbarer Nähe zu Schlosspark und Innenstadt, bot und bietet man ein Leben in eigenständigen Appartements jedoch eingebunden in den Service und soweit notwendig auch in die Betreuung und Pflege durch das Hauspersonal.

Vor 25 Jahren
Besonderes Dreigestirn
Am 11.11.1996 wurde im Brühler Karneval ein ganz besonderes Dreigestirn vorgestellt: die Brühler Karnevalsgesellschaft "Severköpp" präsentierte mit Prinz Niko, Bauer Josef und Jungfrau Tassoline erstmals ein Dreigestirn mit gleich doppelten griechischen Wurzeln. Niko Symeonidis und Tasso Simenoidis führten die Brühler gemeinsam mit Bauer Josef Densing durch eine großartige Session und erlebten am 9. Februar 1997 dann beim Närrischen Elias den Höhepunkt ihrer jecken Regentschaft.


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