Jahrgang 2021
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 265 Jahren
Geburt des letzten Kölner Kurfürsten

Unsere Heimatstadt Brühl hat den größten Aufstieg in ihrer langen Geschichte sicherlich den Kölner Kurfürsten zu verdanken. Angefangen mit der Stadtwerdung und dem Bau der Burg, über die Gründung des Klosters bis hin zum Entstehen der prachtvollen Schlösser Augustusburg und Falkenlust. Dass diese kurfürstliche Zeit sich dem Ende entgegenneigte, ahnte am 17. Dezember 1756 wohl niemand. Aber aus heutiger Sicht betrachtet, gebar die Kaiserin Maria Theresia in der Wiener Hofburg mit ihren jüngsten Sohn Maximilian Franz den letzten Kölner Kurfürsten.

Dabei war dies zunächst nicht einmal seine Vorsehung. Max Franz, wie er zumeist genannt wurde, schlug zunächst die militärische Laufbahn ein, war im bayrischen Erbfolgekrieg 1778 aktiv und erfolgreich. Bis dann ein Sturz vom Pferd diesen Weg beendete. Er wandte sich sehr rasch dem geistlichen Stande zu. Schon 1780 wurde er Koadjutor des Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich, Graf von Königsegg (1761 bis 1784). Ihn beerbte er dann am 21. April 1784 als neuer Erzbischof-Kurfürst von Köln und Fürstbischof von Münster. Allerdings nahm er seine priesterlichen Pflichten im Gegensatz zu manchem seiner Vorgänger durchaus ernst: zunächst zog er in das von Clemens August gegründete Priesterseminar zu Köln, ließ sich hernach zum Priester weihen und feierte an Weihnachten 1784 seine Primizmesse. Auch danach zelebrierte er mehrmals in der Woche die Messe und amtierte tatsächlich als Priester und Bischof. In seinem, bereits von der Aufklärung ergriffenen Selbstverständnis sah er sich als Diener seines Staates und war durchaus auch in Alltagskleidung in seinen Städten unterwegs. Auch in seiner Residenz in Brühl war er gerne zu Gast.

Er reformierte sowohl die Verwaltung als auch das Schulwesen seines Kurstaates und führte Sparsamkeit im öffentlichen Finanzwesen ein. Er war ein Freund jeglichen Fortschritts und war jedem üppigen Hofleben abgeneigt. Diese Aufgeschlossenheit und sein gutes Handeln vermochten ihn aber nicht vor den französischen Revolutionsheeren zu schützen. Letztlich war das Exil in seiner Heimat Wien der letzte Ausweg. Hier starb der letzte Kölner Kurfürst am 26. Juli 1801.

Vor 115 Jahren
Brühler Jungfrauen-Kongregation
400 Mitglieder wurden gleich am Gründungstag der Brühler Jungfrauen-Kongregation, dem 9. Dezember 1906 in die neue Gemeinschaft aufgenommen. Der feierliche Gründungsakt wurde begleitet und stand unter der Schirmherrschaft des Kölner Weihbischof Dr. Joseph Müller.

Vor 100 Jahren
Tod von Franz Litterscheid

Am 21. Dezember 1921 starb in Koblenz der in Brühl als Spross einer alteingesessenen Familie geborene Musikprofessor Franz Litterscheid im Alter von 67 Jahren. Seine feste Anstellung hatte er in Koblenz als Organist an der Liebfrauenkirche gefunden, an der er vierzig Jahre lang tätig war. Professor Litterscheid war in seinem Metier vielseitig aktiv: als Komponist, Dirigent und Musiker. Bei mehr als 100 Gesangwettstreiten war er als Preisrichter tätig. Von seinen vielen Kompositionen seien hier die Märchenopern "Aschenbrödel" „Der Feenliebling“ genannt.

Vor 85 Jahren
Schulen umbenannt
Zu unser aller Glück war das tausendjährige Reich nicht von langer Dauer. So können wir mehrfach dankbar sein, dass auch die im Dezember 1936 erfolgte Umbenennung der Brühler Volksschulen nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur wieder zurückgenommen wurde. Damals gab die herrschende Klasse vor, dass die im ehemaligen Klostergebäude untergebrachte "Franziskusschule" in "Dietrich-Eckard-Schule", die "Clemens-August-Schule in "Hans-Schemm-Schule" und die "Martin-Luther-Schule" in "Herbert-Norkus-Schule" umbenannt werden musste.

Vor 25 Jahren
Erste Mitgliederversammlung
Nachdem man die Eintragung in das Vereinsregister erfolgreich abgeschlossen hatte, fand am 4. Dezember des Jahres 1996 im (damals noch existenten) Personalwohnheim des Marienhospitals die erste ordentliche Mitgliederversammlung des jungen Vereins Hospiz-Brühl e.V. statt.
Heute ist der Verein aus dem Leben unserer Stadt nicht mehr wegzudenken, die wertvolle Arbeit der Begleitung und Betreuung Sterbender und Ihrer Familien hat inzwischen einen weit anderen Stellenwert in der Gesellschaft einnehmen können. Die Arbeit steht dabei unter dem Leitgedanken „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdevollen Bedingungen“.
Wer Hospiz-Brühl im Jubiläumsjahr oder darüber hinaus unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen sich aktiv zu beteiligen. Unter www.hospiz-bruehl.de finden sich nicht nur die Kontaktmöglichkeiten, sondern – für Spendenwillige – auch die Bankverbindung: IBAN: DE62 37050299 0133033342.

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