Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)


Vor 45 Jahren
Schloss Falkenlust freigegeben


Unsere Abbildung zeigt eine Radierung des Brühler Künstlers Franz Gold aus dem Jahr 1984.

Eines der bekanntesten Wahrzeichen unserer Heimatstadt, das inzwischen zur Welterbestätte erhobene Schloss Falkenlust, konnte im Mai 1974 wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Das von Clemens August in den Jahren 1738/43 in Auftrag gegebene Jagdschlösschen war zuvor unter der Leitung von Regierungsbaudirektor Heinz Firmenich einer dringend notwendigen langjährigen und weitreichenden Sanierung und Renovierung unterzogen worden.

Vor 130 Jahren
Pfarrkirche neu geweiht
Der 20. Mai des Jahres 1889 bot der Gemeinde St. Margareta Grund zu großer Freude: Weihbischof Dr. Antonius Hubert Fischer, gerade erst am 14. Februar 1889 durch päpstliche Präkonisation zum Titularbischof von Juliopolis und Weihbischof von Köln bestimmt, und wenige Tage zuvor, am 1. Mai 1889 durch Erzbischof Philipp Krementz geweiht, nahm nun seinerseits eine Weihehandlung vor:

Er konsekrierte die um einen neuen Chor und ein Querschiff erweiterte Brühler Hauptpfarrkirche St. Margareta neu. Die Erweiterung wurde nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Vinzenz Statz umgesetzt, der Grundstein für diese Arbeiten war am 15. Oktober 1885 gelegt worden.

Vor 125 Jahren
Dreister Raub im Pfarrhaus
Das Brühler Pfarramt war am 16. Mai des Jahres 1894 Opfer dreister Einbrecher geworden. Diese hatten sich gewaltsam Zutritt zum Sprechzimmer verschafft und dort nach Wertsachen gesucht. Zum Glück allerdings machten sie keine fette Beute. Denn außer einer Geldkassette, in der Richard Bertram einiges Kleingeld als Almosen für Bedürftige bereithielt, konnten die Spitzbuben bei ihrem Einbruch nichts erbeuten.

Vor 20 Jahren
Alex Kitzel gestorben
Im vergangenen Jahr feierte die von ihm gegründete Musikschule ihr 50-jähriges Bestehen, in diesen Tagen nun jährt sich der Todestag von Alex Kitzel zum zwanzigsten Male. Der „Vater“ der Brühler Jugendmusikschule (heute KuMs), der Brühler Musikpädagoge Alex Kitzel, starb am 7. Mai 1999 im Alter von 71 Jahren.

Musikalisch war Kitzel in Brühl quasi omnipräsent: ob als Lehrer am erzbischöflichen St. Ursula-Gymnasium, als Organist und Chorleiter an der Brühler Pfarrkirche St. Heinrich, als Initiator und langjähriger Leiter der Jugendmusikschule, es gibt kaum ein Feld der musikalischen Betätigung, auf dem er nicht aktiv war und kaum eine Musiksparte in Brühl, deren Entwicklung er nicht im Laufe seiner langen musikalischen Tätigkeiten direkt oder indirekt mitgeprägt hätte.

Deutlich aus diesen vielen Aktivitäten heraus sticht natürlich die Gründung und langjährige Arbeit in und an der Musikschule, die für Brühl in den nun mehr als 50 Jahren des Bestehens von unschätzbarem Wert war und ist. Dies drückt sich nicht zuletzt in der großen Zahl renommierter Musiker aus, die durch diese Form der musikalischen Erziehung ihren Weg begonnen haben.

Zwanzig Jahre nach seinem Tod müssten sich die Damen und Herren des Brühler Rates eigentlich in der Pflicht sehen, sich um ein bleibendes ehrendes Andenken für Alex Kitzel zu bemühen. Hier wäre zum Beispiel die Benennung des KuMs Gebäudes an der Liblarer Straße in „Alex-Kitzel-Haus“ sicherlich mehr als nur eine Überlegung wert.