Bilderbogen
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Liebe Leser,
wenn wir die angespannte außenpolitische Weltlage und ihre dramatischen Folgen einmal ausblenden, können wir uns in Brühl sehr auf die kommenden Wochen im Wonnemonat Mai und darüber hinaus freuen. Nach zwei endlosen Corona-Jahren mit nur ganz wenig Kulturprogramm warten jetzt ganz viele hochkarätige Kulturveranstaltungen auf uns. Ende des Monats startet der „brühlermarkt“ vom 27. Mai bis 19. Juni mit rund 20 Konzerten, Theater, Comedy, Mitmachaktionen für Kinder und Auftritten von Größen wie Köbes Underground, Tommy Engel, den Bläck Fööss, Eufonia, Pause &  Alich und vielen anderen.

Auch im Rahmen des „Brühler Sommer“, der bis zum 11. September dauert, jagt ein Highlight das nächste. Ganz besonders empfehlen wir Ihnen die vielen Veranstaltungen der 1. Brühler GenussWochen (bis 31. Mai) inklusive der „Heimathäppchen“ am 28. Mai. Sie zeigen, wie vielfältig auch und gerade die einheimischen Produkte zu kulinarischen Genüssen verarbeitet werden können. Ferner gibt es eine neue Ausstellung im Max Ernst Museum mit Werken von Karin Kneffel zu sehen.

Auch den 21. Mai können Sie sich im Kalender fett rot anstreichen, steht doch an diesem Tag das große Bürgerfest auf dem fertig gestellten Clemens August Campus an. Die dort ansässigen Institutionen, die Clemens August Hauptschule und viele Vereine feiern auf dem Gelände ein unbeschwertes Fest, bei dem auf zwei Bühnen und in der Sporthalle neben attraktiven Darbietungen auch Mitmach-Angebote aus den Bereichen Musik, Sport, Kultur und Kunst geboten werden. Für alle Altersklassen ab dem Kindergartenalter bis zum Seniorenalter ist etwas dabei, berichtetet uns das Organisationsteam um die Quartiersmanagerin Annette Groll im persönlichen Gespräch.

Abseits des bunten Treibens hat sich auch in der Brühler Politik etwas getan. Bei den Vorstandswahlen der Brühler CDU unterlag die bisherige Vorsitzende Eva-Maria Reiwer kürzlich dem überraschend angetretenen 29 Jahre alten Gegenkandidaten Andrè Hess in einer Kampfabstimmung deutlich. Der neue CDU-Chef steht auch für einen Neuanfang bei den Konservativen. Er beantwortete unseren Fragebogen.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre der Mai-Ausgabe.

Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22
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(tg) Brühl ist um eine Attraktion reicher. Kürzlich wurde die neue Brühler Bücherroute vorgestellt, die von vier angehenden Kauffrauen für Touristik entwickelt wurde.

Marie Hermanns, Sina Becker, Marie Breuer und Janina Vogel haben im Rahmen ihres Abschlussprojektes eine neue interaktive Stadtführung geschaffen, die bei den vier „sprechenden” Brühler Bücherentleihschränken Station macht.

Noch bis zum 31. Mai dauern die 1. Brühler Genusswochen an. Mehr als drei Wochen lang werden in der Innenstadt, aber auch im gesamten Stadtgebiet, diverse Veranstaltungen rund um die Themen „Genuss“ und „Kulinarik“ stattfinden.

Brühl hat auch kulinarisch sehr viel zu bieten. Mehr als 25 Veranstalter laden hierbei zu insgesamt über 40 Einzelaktionen und Veranstaltungen ein. Das Programm ist vielfältig, bunt und an vielen Stellen auch durchaus überraschend. Denn auch in Lesungen, Konzerten, ein Fairer Stadtrundgang, die Servierkunde-AG der clemens-August-Schule oder Benefizaktionen gehören ebenfalls zu den Highlights der 1. Brühler Genusswochen.

Genuss muss deshalb  nicht zwangsläufig etwas zum?Essen oder Trinken sein, wie wir in unserer Umfrage in der Brühler Innenstadt bestätigt bekommen haben. Genuss kann auch ein besonders Gefühl sein, eine Situation, in der man sich einfach individuell wohl fühlt. Doch lesen Sie selbst.


Jan Freynick:

Genuss bedeutet für mich, den FC-Derbysieg mit den Fans und einem Kölsch danach zu feiern. Oder in zuhause in Eckdorf mit einer Fass Brause im Garten zu sitzen und mit Freunden, die ich seit 25 Jahren kenne, zu grillen. Dabei entstehen dann auch schon mal Schnapsideen. In so einer Stimmung haben wir die Karnevalsgruppe „Echte Brühler” gegründet, weil wir meinten, dass wir mal im Brühler Zug mit einer eigenen Gruppe mitlaufen müssten. Das haben wir dann auch gemacht.

Kultur für alle vom 27. Mai bis 19. Juni

Zur 44. Durchführung des Sommerkulturfestivals brühlermarkt wird die Brühler Innenstadt wieder einmal zu einer großen Kulturbühne. Dank der großzügigen Unterstützung der Kreissparkasse Köln, den Stadtwerken Brühl und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh erwartet die Besucher zwischen dem 27. Mai und 19. Juni 2022 ein vielfältiges Programm mit herausragenden Künstlern aus den verschiedensten Genres.

Von Mai bis Oktober kommt das Kuntibunt-Spielmobil des Kinderschutzbund Brühl über 65 Mal in die Brühler Stadtteile. Betreut von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Kinderschutzbundes können Kinder aller Altersstufen und verschiedener Herkunft das kostenlose Kuntibunt-Angebot zum freien und kreativen Spielen genießen.

Die Ausstattung des Kuntibunt ist bemerkenswert.

Nach zwei Jahren Pandemiepause freut sich die Theater-AG des Max Ernst Gymnasiums unter Leitung von Yvonne Kreckel und Ulrike Hagenkort darauf, endlich wieder eine Produktion zu zeigen. Vom 9. Juni bis 11. Juni jeweils um 19:30 Uhr führt die AG?in der Aula des Max Ernst Gymnasiums, Rodderweg 66, das Stück „Schöne neue Welt” auf.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman des britischen Schriftstellers  Aldous Huxley haben Robert Koall, Julia Fischer und Yvonne Kreckel eine Theaterfassung erstellt.

Der Brühler Kunstverein zeigt vom 13. Mai bis 12. Juni in der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24, die Ausstellung „Elements of Transcendence” mit Werken der international aufstrebenden Künstlerin Astrid Lowack.

Am 21. Mai laden alle auf dem Clemens August Campus beheimateten Institutionen zu einem bunten Bürgerfest auf dem Gelände an der Clemens-August-Straße 33a ein. Zwischen 11 und 17 Uhr gibt es neben attraktiven Darbietungen auch Mitmach-Angebote aus den Bereichen Musik, Sport, Kultur und Kunst.

Für alle Altersklassen ab dem Kindergartenalter bis zum Seniorenalter ist etwas dabei. Wir haben uns mit der Quartiersmanagerin Annette Groll, Barbara Habets vom Brühler Kinderschutzbund und Jens Mathias, dem Schulleiter der Clemens-August-Schule, unterhalten.

Im Rahmen des Bürgerfestes gibt es u.a. gemeinsames Volksliedersingen, Sportangebote wie Boule, Boxen, Basketball/ Rollstuhlbasketball, Schach oder Inline Skaten, Friedenstauben basteln, eigene Postkarten gestalten. Das Kuntibunt wird mit seinen spannenden Spielgeräten auch vor Ort sein. Mut und Geschicklichkeit sind beim Kistenklettern des Kletterwalds gefragt.
Für Essen und Getränke ist selbstverständlich gesorgt. Abgerundet wird das Fest ab 15 Uhr durch musikalische Beiträge der Kunst- und Musikschule und weiterer Bands. Die Nachwuchs Bigband und andere Ensembles der Kunst- und Musikschule und die Jecke Öhrcher haben ihren Auftritt im neuen Clemens August-Forum schon fest zugesagt. Den aktuellen politischen Entwicklungen angemessen steht das Campus-Fest ganz im Zeichen des Friedens.

Buchhändlerin Caroline Füllenbach, Buchhandlung Karola Brockmann: Bort backen ist mehr als das Zubereiten eines Nahrungsmittels. Das lernt auch die ehemalige Tänzerin Sofie im neuen Roman von Carsten Henn. Das Kneten des Teiges gleicht einem Tanz und in jedem Laib steckt auch eine Geschichte. Welche genau der „Geschichtenbäcker“ Giacomo Sofie erzählt um ihr neuen Mut zu geben, und was es in der Kunst des Brotbackens zu entdecken gibt, können Sie auch direkt vom Autoren in einer kulinarischen Lesung erfahren. Am 20. Mai um 19:00 Uhr in der Speiserei Balthasar Neumann.

Mehr als drei Wochen lang werden bei den „1. Brühler GenussWochen“ bis zum 31. Mai in der Innenstadt, aber auch im gesamten Stadtgebiet, diverse Veranstaltungen rund um die Themen „Genuss“ und „Kulinarik“ stattfinden. Denn neben viel Geschichte, Kultur und Naturerlebnissen hat Brühl auch kulinarisch sehr viel zu bieten. Mehr als 25 Veranstalter laden hierbei zu insgesamt über 40 Einzelaktionen und -veranstaltungen ein. Das Programm ist vielfältig, bunt und an vielen Stellen überraschend.

Geboten werden u.a. Verkostungsveranstaltungen mit Wein, Gin, Whisky, Bier oder Ölen, kulinarische Lesungen und gemeinsame schmackhafte Abende für den guten Zweck. Viele Genüsse warten darauf, entdeckt und erlebt zu werden. Organisiert werden die GenussWochen vom CityManagement der Stadt Brühl, von BrühlTourismus und vielen weiteren Helfern.

Kürzlich wurde die neue Ausstellung im Brühler Max Ernst Museum des LVR?eröffnet. Es präsentiert bis zum 28. August „Karin Kneffel – Im Augenblick”. Wir haben uns mit Clara Märtterer, der wissenschaftlichen Volontärin des Museum und Dr. Irmgard Schifferdecker, im Haus für die Kunstvermittlung zuständig, unterhalten.



BBB: Das Max Ernst Museum Brühl des LVR widmet der Künstlerin Karin Kneffel seine nächste Ausstellung. Der Titel lautet: „Karin Kneffel – Im Augenblick”. Wie kam es zum Titel?
Clara Märtterer: Der Titel der Ausstellung spielt auf die ungewöhnliche Seherfahrung an, auf die sich die BesucherInnen freuen können: Die fotorealistisch anmutende Malerei von Karin Kneffel lässt eine vertraute Atmosphäre entstehen, die jedoch im nächsten Moment durch verzerrte Spiegelflächen und perspektivische Brechungen den Blick irritiert. Sei es die gemalte Häuserfront, ein Ausstellungssaal oder ein privater Wohnraum – die vielschichtigen Szenerien in Kneffels Gemälden bestechen durch ihre Rätselhaftigkeit und eine eindrucksvolle ästhetische Überzeugungskraft. Der Titel „Im Augenblick“ spielt zugleich auf die zeitliche Dimension der Ausstellung an: Von 2004 bis heute erhalten die BesucherInnen prägnante Einblicke in das vielfältige Schaffen einer der profiliertesten Vertreterinnen der deutschen Gegenwartskunst.

BBB: Was zeichnet das Werk der Künstlerin aus? Wo sind eventuelle Berührungspunkte zur Kunst von Max Ernst?

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 300 Jahren
Koadjutor Clemens August

Clemens August gehört zu den geschichtlichen Persönlichkeiten, die in Brühl nahezu jeder kennt. Und das, obwohl seine bayrische Herkunft dies nicht direkt nahelegen möchte. Allerdings wurde der Brühler Kurfürst, wie er in schöner Regelmäßigkeit tituliert wird, in eine Zeit und Familie hineingeboren, in der es noch üblich war, Kirchenämter – und weit wichtiger, die damit verbundenen Machtprivilegien – zu vererben. Zwar nicht testamentarisch, aber eben doch de facto. Dies regelte man streng kirchenrechtskonform. Und dieser damit auch für Brühl und seine Entwicklung so bedeutende Schritt fand am 9. Mai des Jahres 1722 statt. Der regierende Kurfürst Josef Clemens ließ Clemens August zu seinem Koadjutor bestimmen. Ein solcher Koadjutor wurde einem Bischof immer dann quasi als Prokurist zur Seite gestellt, wenn dieser Alters wegen nicht mehr vollständig in der Lage war, Amt und Regierung auszuüben. Formell wurde er vom Kölner Domkapitel gewählt, dieses jedoch setzte damit den Kandidaten des aktiven Kurfürsten in das ihm gewünschte und vorbestimmte Amt. Und Josef Clemens war eben der Onkel des jungen Bayernprinzen. Der Einfluss war damit über seinen Tod hinaus gesichert, der hiermit dem Erben der Kurkrone zubestimmt wurde.
So kam es dann auch: Josef Clemens schloss am 12. November 1723 für immer die Augen, sein Neffe und Koadjutor übernahm das Amt und – sehr zum Wohle Brühls – auch dessen Interesse und Streben nach einem prachtvollen Wiederaufbau der 1689 von den Franzosen zerstörten Brühler Burg. Diese sollte schon nach den Plänen des Onkels nicht wieder als Festung, sondern als modernes, pracht- und prunkvolles Schloss zu neuem Glanz für Stadt, Kurstaat und Kurfürst erstrahlen. Hiermit machte sich Clemens August in der Tat ja für und in Brühl gleichsam unsterblich.

Vor 275 Jahren
Tierquäler Clemens August

(tg) André Hess wurde 1992 im Brühler Marienhospital geboren. Nach der Grundschule besuchte er das Max Ernst Gymnasium, wo er 2011 das Abitur bestand. Bereits zwei Jahre vorher war er in die Junge Union eingetreten, kurz darauf wurde er Mitglied der CDU. Zwei Gründe waren für den damaligen Teenager entscheidend: Zum einen das 60-jährige Bestehen des Grundgesetzes, zum anderen 20 Jahre Mauerfall. „Ich fand, dass das Grundgesetz etwas Tolles ist, das schutzbedürftig war”, meint André Hess.

Erfreuliche Neuigkeiten: Seit kurzem gelten im SWB-Kundencenter am Janshof wieder die regulären Öffnungszeiten wie in Zeiten vor der Pandemie: Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr vormittags und am Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr nachmittags. Nun können also wieder Bestands- sowie Neukunden an allen vier modernen Beratungsplätzen persönlich beraten werden.

Weitreichendes Beratungsund Service-Angebot

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