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Die Ausstellung „Headless“ von Marianna Simnett (*1986 in London, lebt und arbeitet in Berlin und New York) zeigt erstmals eine umfassende Werkübersicht aus sieben Jahren künstlerischer Praxis. Sie vereint Medien aus unterschiedlichen Schaffensjahren, darunter Skulptur, Video und KI-Arbeiten, die durch das neue malerische Werk ergänzt und miteinander verbunden werden. In traumartigen Bildwelten, der Erforschung des Unbewussten und der Abkehr von Rationalität und Logik zeigt sich eine enge Verbindung zum Surrealismus. Es entsteht ein zugleich verstörender wie verführerischer Kosmos aus zersplitterten Realitäten und unheimlichen Begegnungen.

Der Titel der Ausstellung „Headless“ (Kopflos) ist dem ersten Collageroman von Max Ernst „La femme 100 têtes“ (Die hundertköpfige kopflose Frau) aus dem Jahr 1929 entlehnt, dessen Bildsprache und Ideen sich durch die gesamte Ausstellung ziehen.

Eine eigens für diese Ausstellung geschaffene und mit „Headless“ betitelte neue Serie von Gemälden nimmt direkten Bezug auf dieses Werk – einer losen Abfolge von rätselhaften Bildwelten, in denen Ernst immer wieder sein gefiedertes Alter Ego „Loplop“ erscheinen lässt. Marianna Simnett nimmt dieses visuelle Narrativ als Ausgangspunkt, um Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verweben. Indem sie aktuelle Geschehnisse und Themen, mythologische Motive und eigene Alter Egos zusammenführt, erschafft sie neue, hybride Erzählformen.

Marianna Simnett ist eine britisch-kroatische Künstlerin mit einem multidisziplinären Ansatz. Ihre immersiven Erzählformen kreisen um sich überlagernde und teils widersprüchliche Themen wie Verletzlichkeit, Autonomie, Kontrolle, Schmerz, Metamorphose und Fürsorge. Der Surrealismus hat Simnetts künstlerische Praxis seit Langem maßgeblich beeinflusst, was zuletzt bei ihrer Teilnahme an der 59. Biennale von Venedig „The Milk of Dreams“ (2022) deutlich sichtbar wurde.
In der Ausstellung im Max Ernst Museum werden bis zum 5. Juli Bilder, Skulpturen und Videos der Künstlerin gezeigt, teilweise mit Warnhinweisen, dass diese verstörend wirken könnten. Madeleine Frey, die Direktorin des Museums, sprach von einer „radikalen Bildsprache des 21. Jahrhunderts“ der Künstlerin, die in ihrer Kunst und der Serie „Headless“ auch eine „feministischen Perspektive“ deutlich macht. Die Ausstellung dürfte die Besucher ganz sicher berühren und zum Nachdenken anregen.  
Im umfangreichen Rahmenprogramm werden u.a. zahlreiche Sonderführungen, Workshops und ein Poetry Slam. Der Ausstellungskatalog ist zum Preis von 29 Euro erhältlich.

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