(tg) René Schrader-Bölsche wurde 1970 in Detmold geboren. Nach dem Abitur studierte er in Aachen und wurde IT-Berater. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der IT-Branche ging er im Jahr 2004 zur Telekom nach Bonn und zog mit seiner aus Aachen stammenden Frau nach Brühl, wo er seitdem lebt.
Das Hobby Imkerei hat er sich gezielt ausgesucht. „Als IT-Projektarbeiter habe ich ein Hobby ganz ohne Internet gesucht, etwas völlig Rudimentäres. So beschloss ich Imker zu werden“, sagt der 54-Jährige. So besuchte er vor knapp zehn Jahren in Bornheim einen Imkerkurs an der Volkshochschule. Er lernte Theorie und Praxis im Umgang mit den Bienen, die notwendigen Handgriffe. „Man darf nicht hektisch oder nervös sein, das merken die Tiere sofort“, weiß er. Entspannt geht er seinem Hobby nach und nimmt die seltenen Stiche gelassen hin. „Auch ein Sternekoch verbrennt sich mal oder schneidet sich in den Finger. Das gehört dazu.“
Seit 2016 betreibt René Schrader-Bölsche seine Imkerei. Er hat zwei sogenannte Beuten, die Bienenstöcke für zwei Bienenvölker, die sich auf seinem Garagendach befinden. Pro Volk produziert er 40 kg Honig, das ergibt 80 Gläser im Jahr. Die Nachbarschaft reagierte zunächst skeptisch auf sein Hobby, profitiert allerdings längst von den vielen positiven Effekten. „Meine Nachbarn haben mir erzählt, dass ihre Obsternte gestiegen ist, vor allem bei Äpfeln und Kirschen“, sagt der Imker. Auch die Zahl der Singvögel erhöhte sich.
René Schrader-Bölsche ist Vorstandsmitglied des vor genau 125 Jahren gegründeten Imkerverein Brühl und Umgebung, der rund 30 Mitglieder zählt, die sich regelmäßig zum Gedankenaustausch und zur gegenseitigen Hilfe treffen. Am 12. Juli 2025, von 11 bis 15 Uhr, findet der Tag der offenen Imkerei bei Hobbyimker Gero Meyer (im Bild rechts) in der Danziger Straße 49 in Brühl statt. An verschiedenen Ständen gibt es jede Menge Infos rund um die Bienen, die Honigernte, die Pflege der Bienenvölker und die Wachsgewinnung.
Ein wichtiges Thema wird natürlich auch die Rolle der Bienen für die Natur und uns Menschen sein. An einem gläsernen Bienenstand können die Besucher das Leben in einem Bienenstock hautnah erleben und lernen, wie man die Arbeitsbienen, die Drohnen und die Königin unterscheidet. „Keine Angst, wir züchten nur sanftmütige Bienenvölker, die euch nicht stechen werden“, sagt René Schrader-Bölsche. Es gibt Honigproben, eine Honigernte live, Bienenstockführungen und auch ein Kinderprogramm. Weitere Infos auch auf https://www.imkerverein-bruehl.de
Ich lebe in Brühl seit ....
2004. Ich habe mich in die Stadt verliebt und beschlossen: Hier will ich alt werden.
Am besten gefällt mir an Brühl, ....
dass ich mit meinen beiden Hunden ratzfatz in der Natur bin. Es gibt viel Natur, Seen, Wälder. Es ist einfach schön. Ich freue mich auch, dass es in Brühl viele gute Restaurants gibt. Und wer mehr Action mag, findet die ganz in der Nähe in Köln.
In Brühl vermisse ich ....
einen Elektronik-Anbieter.
Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
der Berggeistsee oder der Untersee. Dort spaziere ich oft mit den Hunden Merlot und Quincy.
Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
im Vorstand und als Kassenwart des Imkerverein Brühl und Umgebung.
Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
dass sie langfristig denkt und es ihr nicht darum geht, nur die nächste Wahl
zu gewinnen. Sie muss sich die Frage stellen, wie sich Brühl in den nächsten zehn Jahren entwickeln soll. Modernes Denken ist gefragt, auch wenn man sich damit nicht immer beliebt macht. Brühl muss lebenswert bleiben.
Meine Einstellung zur Kirche ist ....
Ich bezeichne mich als Fördermitglied. Ich zahle meine Kirchensteuer, weil die Kirche auch Gutes tut. Ich bin kein Kirchengänger, glaube aber an eine Art der Spiritualität.
An den tollen Tagen findet man mich ....
Ich bin eher ein Karnevalsflüchtling und kein Freund des Kneipenkarnevals.
Brauchtum finde ich gut, den Humor mag ich, das Colonia Duett fand ich super. Aber ich bin selbst nicht aktiv.
Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
die Perle zwischen Köln und Bonn mit schönen Schlössern und Parkanlagen.
Am besten abschalten kann ich bei ....
meinem Hobby der Imkerei, wenn ich den Bienen bei der Arbeit zuschaue.
Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ....
generell über Rücksichts- und Gedankenlosigkeit. Ich rege mich gerne künstlich auf. Das Temperament verdanke ich meiner spanischen Mutter.
Mein letzter Kinofilm war ....
vor längerer Zeit „Das brandneue Testament“ im ZOOM Kino.
Mein letztes Buch war ....
„Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und Stephen Hanselman. Es gibt für jeden Tag eine Weisheit zum stoischen Gedankengut.
Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ...
aus Lokalpatriotismus ein bisschen. Allerdings bin ich heimlicher Bayern-Fan.