Am Sonntag, dem 8. März 2026 beginnt die erste Ausstellung der Aachener Künstlerin Monika Radhoff-Troll im Brühler Kunstverein. Sie hat ihre Ausstellung „Substanz und Struktur – Materialdialoge in der Konkreten Kunst” genannt.

Monika Radhoff-Troll verwendet für ihre installativen Objekte Plastiktüten, die sie in schmale Streifen zerschneidet und neu zusammensetzt. Tüten der „The New York Times”, „Monopol” oder „Washington Post” werden in handwerklicher Tradition aufwendig geknüpft und so zu zeitgenössischen Formen eines Wandteppichs oder Kissens verwandelt. Die ehemaligen Plastiktüten werden zu neuen, sinnlich erfahrbaren Objekten, deren kommerzieller Ursprung kaum mehr erkennbar ist – farbenprächtig bunt oder in monochromen Tönen.
Die Künstlerin greift in ihren Arbeiten also das Wechselspiel zwischen Kunst, Konsum und Natur kritisch auf. Zu ihren zumeist aus Verpackungsmaterialien hergestellten Objekten, den „Zivilisationsteppichen”, präsentiert sie auch ihre jüngsten Arbeiten aus gefärbten Federn, aus denen sie Landart- und Rauminstallationen schafft. Der Kunsthistoriker Dr. Peter Lodermeyer aus Bonn wird in einer Einführung zur Vernissage am Sonntag, dem 8. März um 11 Uhr, ausführlich auf ihr Werk eingehen. Die Ausstellung endet am Sonntag den 29. März mit einem Künstlergespräch um 15 Uhr.
In diesem Jahr wird es vier weitere Ausstellungen im Brühler Kunstverein geben, der sich unter den 40 Bewerbungen für Margareta Hesse, „neonsüß bis nachtbunt“ vom 24.4. bis 17.5.26, die Mitgliederausstellung „Interim“ vom 10.7. bis 26.7.26, Frauke Eckhardt vom 28.8. bis 20.9.26 sowie Natalia Wehler vom 11.10. bis 1.11.26 entschieden hat. Weitere Führungen, Exkursionen und Workshops sind für die aktuell 170 Mitglieder geplant.