Jahrgang 2006
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(tg) Anneliese Poets wurde 1946 in Bad Reichenhall geboren, die Mutter stammt aus Köln, der Vater aus Wien. Die Schule besuchte sie zunächst in Deutschland, dann in Michigan/USA, wo sie ihren Highschool-Abschluss machte. Der wurde damals aber noch nicht mit dem Abitur gleichgesetzt, so dass sie noch ein Schuljahr in Köln anhängen musste. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Köln auf Lehramt. Seit 1969 unterrichtet sie an Brühler Schulen, zunächst an der Hauptschule in der Friedrichstraße. Dann habe ich den Schritt an die Grundschule gewagt, was eigentlich ein neuer Beruf war”, sagt sie.
 
Seit zwanzig Jahren arbeitet Anneliese Poets jetzt an der Katholischen Grundschule in Pingsdorf am Hüllenweg. Mich hat der Gedanke fasziniert, eine kleine Schule zu leiten. Die Schule ist ein Teil des Dorfes und zugleich der Mittelpunkt. Viele Aktivitäten der Dorfgemeinschaft finden hier statt. Alle Kinder wohnen in fußläufiger Nähe zur Schule. Ich kenne von allen 90 Schülern die Familien persönlich. Wir sind eine Großfamilie”, freut sich die Schulleiterin. Das hat den pädagogischen Vorteil, dass man nah an den Kindern ist und Konflikte nicht eskalieren können.”
 
Das Kollegium an der Grundschule umfasst fünf Lehrerinnen. Wir sind ein Team, das gut funktioniert”, sagt Anneliese Poets. Ich bin nicht in erster Linie die Schulleiterin, sondern eine von Fünfen.” An der Schule werden vier Klassen unterrichtet, wobei die 1. und 2. Klasse jahrgangsübergreifend zusammen lernt. Ab der 3. Klasse wird auch bereits Englisch gelehrt. Wie der Name schon sagt, ist die Schule eng mit der katholischen Kirche verbunden. Pfarrer Sebastian hält eine Kontaktstunde in der Woche, was in Brühl eine Seltenheit ist. Eine wöchentliche Schulmesse ist dagegen selbstverständlich.
 
Im Mai feierte die 1906 im gleichen Gebäude eröffnete Schule ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass gab es an der Schule Projekttage zum Thema Schule vor 100 Jahren”. Im Veranstaltungssaal des Max Ernst Museums fand dann ein großes Geburtstagsfest statt, bei dem alle Kinder und deren Familien dabei waren. Wir haben ein dreistündiges Programm gezeigt und viele ehemalige Schüler begrüßen können”, erzählt Anneliese Poets. Später fand ein Dorf- und Schulfest statt, auch ein Festzug durch Pingsdorf wurde organisiert.


Ich arbeite in Brühl seit ....
 
1969 an verschiedenen Brühler Schulen. Ich habe auch von 1969 bis 1987 hier gelebt. Seit 1993 wohne ich mit meinem Mann in Bad Münstereifel.

Am besten gefällt mir an Brühl, ....
 
das Schloss mit dem schönen Park und der idyllische Vorort Pingsdorf.

In Brühl vermisse ich, ....
 
m Stadtbild um den Marktplatz herum individuell geführte Fachgeschäfte. Die Entwicklung gefällt mir nicht.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
 
der Schlosspark und natürlich die Grundschule.

Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich in ....
 
Glaewe’s Restaurant, in dem ich das gute Essen und die persönliche Ansprache genieße. Klein, aber fein.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
 
in keinem Verein. Mit der Pingsdorfer Dorfgemeinschaft, in der alle elf Vereine vertreten sind, sind wir mit der Schule sehr involviert.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
 
eine bestmögliche Unterstützung der Brühler Grundschulen besonders bei der Ausstattung. Außerdem sehe ich es als Schwierigkeit an, wenn die Schulbezirke wie geplant aufgelöst werden. Bei der Gestaltung der offenen Ganztagesschulen wünsche ich den Politikern eine glückliche Hand.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....
 
ich wurde römisch-katholisch erzogen. Mit der Schule haben wir eine sehr starke Anbindung an das kirchliche Leben. Ich arbeite zudem im Pfarrgemeinderat.

An den tollen Tagen findet man mich ....
 
meistens an der Nordsee in der Heimat meines Mannes. Manchmal stehen wir auch am Rosenmontag in Pingsdorf an der Straße und gucken uns den Zug an.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
 
sehr familienfreundliche Stadt mit gutem Bildungsangebot, kulturell vielseitig, günstig gelegen zwischen zwei Großstädten. Kinder können sich in Brühl gut orientieren und dank der überschaubaren Größe gut allein zurechtkommen.

Am besten abschalten kann ich bei ....
 
Golfspielen. Wir wohnen neben einem Golfplatz.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über, ....
 
steigende Benzinpreise.

Mein letzter Kinofilm war ....
 
Chicago”. Den habe ich in einem großen Kino auf einer riesigen Panavision-Leinwand in Miami gesehen.

Mein letztes Buch war ....
 
Die Heimkehr” von Bernhard Schlink, in dem ein Mann seinen Vater sucht, den er in Amerika findet. Ein tolles Buch.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....
 
null. Ich weiß, dass der Ball rund ist. Meinem Mann leiste ich manchmal Gesellschaft, wenn er sich Fußballspiele im Fernsehen ansieht.