Jahrgang 2011
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(tg) Karin Tieke wurde 1956 in Neubrandenburg (Mecklenburg) geboren und ging 1959 mit Mutter und Schwester in die Bundesrepublik. Der Vater blieb in der DDR und sah seine Töchter erst nach dem Mauerfall wieder. Karin Tieke besuchte Schulen in Regensburg, Stuttgart und Hildesheim. Sie studierte Chemie in Clausthal-Zellerfeld und Freiburg i.Br. An der Universität Freiburg (Schweiz) promovierte sie über „Kupferkomplexe mit makrocyclischen und polymeren Liganden“. Danach arbeitete sie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne, kehrte 1990 jedoch nach Deutschland zurück, und studierte in Frankfurt Pharmazie. Nach der Geburt der zweiten Tochter 1993 folgte sie ihrem Mann nach, der inzwischen in Köln arbeitete. Die Familie wurde in Brühl sesshaft.


In Brühl engagierte sich Karin Tieke zunächst in der Schulpflegschaft des Max-Ernst-Gymnasiums, wo sie 2001 im Rahmen der Projektwoche ein Projekt „Chemie mit Markenartikeln aus der Zeit vor 100 Jahren“ betreute. 2009 half sie beim Projekt „Milch“ an der Astrid-Lindgren-Schule mit.

 

2008 wurde sie Mitglied bei der Bürgerinitiative „50.000 Bäume“. Dabei stellte sie fest, dass die Umwelt in Brühl mehr Unterstützung braucht und trat den Grünen bei. Nach nur sechs Wochen Parteizugehörigkeit bei den Grünen wurde sie auf Platz 7 der Reserveliste für den Stadtrat aufgestellt. Bei den Kommunalwahlen 2009 erhielt sie diesen Platz im Stadtrat mit den Stimmen aus dem 48. Wahlkreis von insgesamt 48 Wahlkreisen. „Ich bin zum Stadtrat gekommen wie die Jungfrau zum Kinde!“ Seitdem arbeitet sie im Kulturausschuss, Vergabeausschuss und im Integrationsausschuss mit.

Im Arbeitskreis des Integrationsausschusses organisiert sie die Ausstellung „IntegraRtion“. Zwölf Brühler Künstler aus acht Nationen stellen sich und ihre Werke vom 10. bis 12. September in der Galerie am Schloss vor. Die Ausstellung wird am 9. September um 19.30 Uhr mit einer Feier eröffnet.

Inzwischen bereitet sie schon den nächsten Termin vor: Am 19. Oktober veranstalten die Grünen zusammen mit der SPD in der Buchhandlung Karola Brockmann eine Lesung mit Lale Akgün aus ihrem Buch „Kopftuchmädchen“ anlässlich des 50. Jahrestages des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens.




Ich lebe in Brühl seit ...
1993 und wohne mit Mann und zwei Töchtern in Brühl-West.

Am besten gefallen mir ...
die gute Infrastruktur und das rege Kulturleben. Brühl ist kinderfreundlicher und grüner als Köln. Sehenswert: Schloss Falkenlust von innen!

In Brühl vermisse ich...
ein größeres Außenbecken im Karlsbad. Außerdem eine Glaskuppel auf dem Wasserturm mit Restaurant auf zwei Etagen und gläsernen Aufzügen.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ...
unser Garten. Am Wochenende die Ville mit dem Ziel Waldbiergarten Oberliblar, dem früheren „Einhorn“, vorbei an möglichst vielen Ville-Seen.

Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich ...
im Sommer in den Innenhof der „Töpferstube“ in Pingsdorf . Im Winterin die „Kunstschmiede“ oder in die Gastronomie am Schloss Falkenlust.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ...
im „grünen Verein“. Außerdem bei den „50.000 Bäumen“ und dem Nabu. Daneben bin ich seit kurzem Mitglied im Kunstverein.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich ...
dass sie über Parteigrenzen hinweg zusammen mit der Stadtverwaltung und mit den Bürgern optimale Lösungen für die Brühler Bürger anstrebt.

Meine Einstellung zur Kirche ist ...
Kirche wird von Menschen gemacht. Deswegen geht es dort sehr menschlich zu, selten übermenschlich und schon gar nicht himmlisch oder göttlich.

An den tollen Tagen findet man mich ...
da, wo Kreppel in der Nähe sind. Manchmal bin ich so verkleidet, dass mich keiner erkennt und ich als „Frau Henz“ begrüßt werde.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als...
freundliches kleines Städtchen mit schöner Schlossanlage und dem „Phantasialand“, verkehrsgünstig zwischen Köln und Bonn gelegen.

Am besten abschalten kann ich bei ...
einem schwierigen Sudoku, einem guten Krimi oder bei der Gartenarbeit.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ...
einen Zahnarzt, der mir im Eiltempo eine kostspielige Brücke verpasst, aber meine Karies geflissentlich übersehen hat.

Mein letzter Kinofilm war ...
„Joschka und Herr Fischer“ von Pepe Danquart im Zoom. Vorher war mir nicht bewusst, dass Joschka mit der Anti-AKW-Bewegung nicht viel am Hut hatte.

Mein letztes Buch war ...
„Eine kurze Geschichte von fast allem“ von Bill Bryson.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ...
eigentlich nicht. Aber ich „werde interessiert“ von meiner Familie.