Jahrgang 2012
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Der Karneval fördert ohne Frage die Kreativität der Menschen. Vor allem, wenn es darum geht, in originellen Outfits herumzulaufen. Viele oftmals selbstgebastelte Kostüme sind großartig gelungen, einige fallen dagegen eher peinlich aus. Wo für einige Menschen die Grenzen des guten Geschmacks überschritten sind, erzählten sie uns in der nachfolgenden Umfrage.

Alina Urban:

Ich habe in Köln einmal einen Mann mit einem Kostüm gesehen, das nur aus Korkenziehern bestand. Überall baumelten Korkenzieher, er war über und über damit bedeckt. Es hat auch die ganze Zeit geklappert.




Guido Detsch:

Ich bin ein großer Karnevalist bei den Ölligspiefe und war vor ein paar Jahren die Jungfrau im Brühler Dreigestirn. Ich würde mir alles anziehen und mich auch als Frau, Kind oder Frosch verkleiden. Für einen richtigen Jecken ist das alles kein Problem. Ich finde, es gibt kein peinliches Kostüm. Jeder Jeck soll tragen, was ihm gefällt.


Kirsten Braakmann mit Michaela Otto:

Wir sind einmal als ganze Gruppe ganz in grün herumgelaufen. Alles war grün, Haare, Gesicht, Lippen und alle Klamotten. Das war vor zehn Jahren, als ich mit einigen anderen Mädels aus Bremen hier Karneval gefeiert haben. Inzwischen wohne ich seit einigen Jahren in Brühl und habe schon oft Karneval gefeiert.


Natascha May:

Ich finde es peinlich, wenn junge Mädchen Röcke tragen, die nicht breiter sind als ein Gürtel. Oder wenn sie weiße Lackstiefel tragen, die eher zur Kölner Landstraße passen als zum Karneval.


Burbuce Salih mit ihrem Vater Cani:

Ich fand einen Mann in Brühl etwas peinlich, der sich als Kühlschrank verkleidet hatte. Das Kostüm war selbst gebastelt und bestand aus einem großen Karton mit Utensilien und Fächern, in denen z.B. Eierschalen oder leere Flaschen steckten. Dazu hatte er sich ganz in weiß geschminkt.


Friederike Macher:

Lustig war ein Mann, der sich als Häftling verkleidet hatte und seinen Hund auf ein ferngesteuertes Auto gesetzt hatte. Dem Hund hatte er eine Polizistenmütze aufgesetzt.

Louise Wrede:

Ich fand einen Mann peinlich, der sich als Penis verkleidet hat. An der Seite hatte er einen Wasserbeutel befestigt, der wohl einen Schlauch hatte, der am Kopf herauskam. Er hat dann öfter herumgespritzt.


Stefan mit Louisa Zenker:

Mir ist einmal ein Mann im Shrek-Kostüm aufgefallen. Der hatte eine Glatze, der Kopf war grün, und er hatte angeklebte grüne Ohren. Ich fand das Kostüm cool, würde so etwas aber selbst nicht tragen. Er lief mit einer Freundin herum, die sich als Fiona, Shreks Freundin, verkleidet hatte.


Michaela Engelke mit ihrem Mann Lars:

Ich habe in der Straßenbahn einen Mann gesehen, der sich als Belgier verkleidet hatte und eine Jungenpuppe an sich gebunden hatte, die in seinem Schnitt hing. Der hat viel Aufmerksamkeit erregt. Ein anderes peinliches Kostüm bestand aus komplett Kronenkorken.


Brigitte Krabbe mit ihrem Mann Wilhelm:

Ich habe kürzlich in einem Kölner Laden ein Osterhasenkostüm gesehen. Das war eigentlich nicht peinlich, das war schrecklich. Ein braunes Kostüm mit langen Ohren.




Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos) unterstützt von Alina Urban