Jahrgang 2020
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 275 Jahren
Balthasar Neumann weilt in Brühl

Im Herbst des Jahres 1745 war der große Barockbaumeister Balthasar Neumann für längere Zeit in Brühl zur Visite. Hier bemühte er sich um die Aufstellung des von ihm entworfenen und in der Werkstatt von de Auwera in Würzburg geschaffenen Altars der Kirche St. Maria von den Engeln. Denn neben dem Auftrag, das Stiegenhaus von Schloss Augustusburg auf das prächtigste auszugestalten war dem genialen Künstler gleich noch mit aufgegeben worden, die zur Schlosskirche umgewandelte, bis dahin schlicht gehaltene Franziskanerklosterkirche in eine standesgemäße Hof- beziehungsweise Schlosskirche zu verwandeln. Ein Auftrag, der ihm auf das vortrefflichste gelungen ist, wie uns bis auf den heutigen Tag vor Augen geführt wird, wenn wir unsere Schritte in das prachtvollste Brühler Gotteshaus lenken. Die Einzelteile des aus Stuckmarmor gefertigten Hochaltars sowie der Seitenaltäre waren seiner Zeit auf dem Wasserweg nach Wesseling geschafft worden.

Wer mehr über die Brühler Kirche mit den vielen Namen (Schlosskirche, Klosterkirche, St. Marien, St. Maria von den Engeln) erfahren möchte, der ist herzlich eingeladen, die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Kulturreise der Brühler Boulefreunde am 14. Oktober (2020!) zu besuchen. Unter dem Titel „Heimat am Schloss - Boule und Kultur für Jedermann“ lädt man in den Nordgarten des Brühler Schlossparkes ein, um dort mit historischen Kostümen die Brühler Stadtgeschichte in Form eines Rollenspiels erlebbar zu machen. Verfasser der heimatkundlichen Vorlage für die Veranstaltungsreihe ist übrigens der Autor dieser Chronik … 😉

Vor 190 Jahren
Brühl gibt das Stadtrecht zurück

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt noch bis zum 28. Februar 2021 eine Ausstellung zu Max Beckmann (1884–1950) unter dem Titel „Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York“. „Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir diese Ausstellung realisieren können”, freut sich Museumsdirektor und Kurator. Dr. Achim Sommer. „Das Bedürfnis der Menschen nach Kunst und die Möglichkeit, Kunst wieder aufsaugen zu können, ist groß.”

Rund 140 Arbeiten mit Schwerpunkt auf dem grafischen Werk des in Leipzig geborenen und in New York gestorbenen Künstlers beleuchten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus seinem Leben. „Max Beckmann war der große deutsche Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts”, würdigte Dr. Achim Sommer den Künstler. Max Beckmanns bewegte Biografie steht im Zeichen von zwei Weltkriegen, Flucht vor den Nationalsozialisten, Exil und nicht zuletzt großer Reiselust: Von Berlin, Frankfurt am Main und Amsterdam zog es ihn schließlich nach New York. Der häufige Wechsel seiner Lebensstationen wurde prägend für sein Werk.

(tg) Tobias Görtzen wurde 1986 in Mönchengladbach geboren und zog dann im Alter von sechs Jahren mit der Familie nach Schleiden in die Eifel. Nach dem Abitur und dem Zivildienst bei der Caritas studierte er von 2006 bis 2010 in Arnheim/NL den Bachelor-Studiengang „Lichte Muziek” mit dem Schwerpunkt Bassgitarre. Seitdem spricht er auch fließend niederländisch. Auch sein zweites Studium „Kunstmanagement” mit dem Schwerpunkt Jura schloss er mit dem Master of Arts erfolgreich ab.

Der seit 2012 verheiratete Familienvater von zwei Töchtern zog 2009 nach Brühl. Bis 2013 spielte er als freischaffender Musiker in der Band „Die Versenker”. Dann arbeitete das SPD-Mitglied vier Jahre lang als Referent der Bundestagsabgeordneten Helga Kühn-Mengel in Berlin. Nach deren Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2017 zog es Tobias Görtzen wieder zurück auf die Bühne. Mit seiner neuen Coverband „Kontrollverlust” tourt er nicht nur kreuz und quer durch Deutschland. „Wir hatten sehr schnell viel Erfolg. In 2019 hatten wir 40 Auftritte in elf Bundesländern, in der Schweiz, Luxemburg, Belgein und Spanien und spielten als Headliner vor bis zu 10.000 Menschen”, berichtet Tobias Görtzen, der auch für die SPD als Nachrücker im Stadtrat gesessen hat, aber nicht wiedergewählt wurde.

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