Jahrgang 2022
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(tg) Ab dem 19. Juni ist die Ausstellung „Art Against War” in der Villa Kaufmann, Am Volkspark 1, zu sehen. Die Benefiz-Gemeinschaftsausstellung zugunsten eines Frauenhauses in der Westukraine wurde von Antje Cibura organisiert. Die Brühler Künstlerin stiftet genauso wie sechs weitere teilnehmende Künstlerinnen und Künstler eigene Werke. Die Ausstellung wird bis zur Finissage am 13. November zu sehen sein. Wir haben mit Antje Cibura gesprochen.



BBB: Frau Cibura, wie kam Ihnen die Idee zu dieser Ausstellung für einen guten Zweck?
Antje Cibura: Ich habe bereits im vergangenen Jahr ein ähnliches Projekt initiiert. Damals ist mir die Flutkatastrophe sehr zu Herzen gegangen. Das Schicksal der betroffenen Menschen hat mich sehr berührt. Schon damals habe ich mit angepackt und für einige Menschen unbürokratisch konkrete Hilfe organisiert. Später haben wir dann im Herbst eine Vernissage veranstaltet, deren Erlöse zum einen einem flutgeschädigten Hausmeister und zum anderen der Deutschen Herzstiftung zugute kamen. Ich stehe immer auf dem Standpunkt: Mir selbst geht es ganz gut, ich kann abgeben. So haben mein Mann und ich auch kürzlich unserer Ferienhaus in der Eifel acht Wochen kostenlos für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Nach den guten Erfahrungen mit der ersten Ausstellung konnte ich Niklas Weiler, den Geschäftsführer der Villa Kaufmann, schnell für eine weitere gewinnen.

BBB: Welche Künstler sind noch mit von der Partie?

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 65 Jahren
Grundsteinlegung

Inzwischen ist es längst schon Geschichte und der Abrissbirne gewichen. An seiner Stelle ist an der Liblarerstraße Wohnbebauung entstanden. Aber am 27. Juni 1957 schlug die erste Stunde von Haus Ehrenfried in Brühl. In der Nachkriegszeit musste der damalige Landkreis Köln eine Unterbringungsmöglichkeit für eltern- und heimatlose Kinder schaffen. Am 5. Januar 1950 wurde entschieden, das ehemalige Brauweiler Rathaus zu einem Kinderheim umzubauen.
Dort wurde das Kreiskinderheim begründet und erhielt seinen Namen im Gedenken an den Stifter der Benediktinerabtei Brauweiler, den Pfalzgrafen Ehrenfried. Aber das Haus war für Verwaltungszwecke gebaut und ungeeignet als Kinderheim. Es kam hinzu, dass die Gemeinde ihr altes Rathaus wenig später wieder als Verwaltungssitz benötigte.
So kam es am 10. Juni 1955 zu dem einstimmigen Beschluss des Kreistages, ein neues Kinderheim zu errichten. Der Kölner Architekt Alois Möhring gewann den Ideenwettbewerb und erhielt am 12. Oktober 1956 den Bauauftrag für ein Kreiskinderheim in Brühl.

Im März 1957 konnte mit den Erdarbeiten begonnen werden. Diese gingen zügig voran, und an eben jenem 27. Juni 1957 konnte der Grundstein gelegt werden. Dieser Stein, ein schwerer Trachyt, war von der im Jahre 1048 errichteten Abteikirche Brauweiler entnommen worden.


Bei der Grundsteinlegung des Kinderheims „Haus Ehrenfried" an der Liblarerstraße in Brühl am 27. Juni 1957 wurde nachfolgender Prolog von zwei Kindern des Heimes, von denen eines die Zeit (Frage) und das andere den Grundstein (Antwort) versinnbildete, gesprochen:

Kind 1:
Du bist so schroff und scheinst gar alt,
Nicht schön ist Deine graue Gestalt.
Doch bist Du stolz und scheinst so froh.
Was ehrt Dich alten Stein denn so?

Kind 2:
Fast tausend Jahr' hab ich getragen
Des hohen Münsters festen Turm,
Hab' Regen, Frost und Schnee ertragen
Und trotzte Donner, Blitz und Sttmm.
Sah viele deutsche Kaiser ziehen
Nach Aachen, zu der Krönung Fest,
Und Menschen aus den Städten fliehen
Vor Not und Tod, Gewalt und Pest.
Ich hört Sankt Bernhards Ruf erschallen
Als in Gefahr das Heilige Land
Und sah die deutschen Ritter wallen,
Die Kreuzesfahne in der Hand.
Ich sah der Zeiten. Komm'n und Gehen,
Sah Gottesfrieden ,und auch Menschennot
Blieb fest im Turm verankert stehen
Als Bomben brachten bittren Tod.

Kind 1:
So lerntest Du der Menschen Not verstehen
In tausendjähriger Geschichte Lauf.
Doch sag mir, alter Stein, was macht Dich freuen?
Was lässt Dich froh sein, trägt man heut' Dir auf

Kind 2:
Zu hoher Aufgab ward ich auserkoren,
Zu starkem Dienst bin ich bereit gestellt.
Wenn auch im hohen Turm den Eckplatz ich verloren,
So ward als Grundstein für das neue Haus ich auserwählt.

Kind 1:
Was ist das für ein Haus, das Du sollst tragen?
Zu welchem Dienst stehst heute Du bereit?
Lohnt sich's mach tausend Jahren diesen Tausch zu wagen?
Welch hoher Aufgab' ist das neue Haus geweiht?

Kind 2:
Ja, gern will ich am neuen 'Hause tragen
Ist's doch ein Haus, das Kindern Herberg gibt,
Mich deucht, das ist kein großes Wagen
Dort mitzuhelfen, wo man Kinder liebt.
Geht's doch darum, Geborgenheit zu Schenken
Dort Heim zu bieten, wo es schuldlos fehlt,
Und heimatlos gewordne Kinder hineinzulenken
Zu sich'rem Schreiten in die kalte Welt.

Kind 1:
Fürwahr, so ist Dein Tun ein edles Dienen,
Und viel Vertrauen schenkt man Deiner Kraft.
Mög' dieses Werk, das Menschen heut beginnen,
Der Herrgott segnen, der das Gute schafft.


Bis zur letzten Stunde wurde gearbeitet, und als am Samstag, dem 20. September die ersten Kinder ankamen, war das Heim noch längst nicht „schlüsselfertig und besenrein“. Der weitere Ausbau ging dann schnell vonstatten und am 3. Dezember 1958 fand die Einweihung statt.

Angelegt war Haus Ehrenfried als weiträumige, im Pavillonstil erbaute Anlage. Fünf Einzelhäuser, durch gedeckte Flure und Verbindungsgänge miteinander verbunden, beherbergten die verschiedenen Einrichtungen. Ein Haus war den Wirtschaftseinrichtungen vorbehalten sowie Wohnräumen des Hauspersonals. Ein weiteres für die Klausur der Ordensschwestern, die Kapelle und die Gemeinschaftsräume, drei Häuser für insgesamt fünf Wohneinheiten der Kinder. Ausgelegt war Haus Ehrenfried für bis zu 100 Kinder. Bis 1965 führten Ordensschwestern von der Genossenschaft der Cellitinnen das Haus. 1983 wurde die Einrichtung geschlossen.

Vor 100 Jahren

(tg) Dieter W. Kremer wurde 1945 in Bad Reichenhall geboren. 1952 kehrte die Familie nach Brühl zurück. Auch seine Lehre zum Außen- und Großhandelskaufmann bei der Firma Engelbert Fußel absolvierte er in Brühl. Danach folgten weitere berufliche Stationen als Verkaufsleiter oder Key Account Manager. In Brühl engagierte er sich auch für die BVB. Er saß im Kulturausschuss, war Mitglied in zahlreichen Vereinen und 1980 Jungfrau im Brühler Deigestirn.

Sein Beruf füllte Dieter W. Kremer nicht immer aus, so dass er auch nebenberuflich aktiv war. Vor allem sein Handel mit wertvollen japanischen Koi-Fischen machte ihm viel Spaß. Dazu verkaufte er auch Teichpumpen. Sein Ein-Mann-Unternehmen war erfolgreich, forderte allerdings auch vollen Einsatz. So verkaufte er vor ein paar Jahren den Betrieb und widmete sich noch ausführlicher seiner zweiten großen Leidenschaft: dem Buddhismus.
Seine große Begeisterung für Asien und die asiatische Kultur begann bereits als Kind. Ein Besuch im Brühler Schloss Augustusburg und der dort ausgestellte „Schlosschinese” faszinierten ihn. Ebenso exotische Filme wie „Die Welt der Suzie Wong”, der in Hongkong spielte. 1974 reiste er zum ersten Mal in die damalige britische Kronkolonie. 1977 heiratete er seine Frau Marianne, die von den Philippinen stammt, und besuchte fortan fast jedes Jahr den asiatischen Kontinent.

Dabei entdeckte er den Buddhismus für sich. „Mich fasziniert, dass Buddhisten immer lächeln, nie verärgert sind und zusammen mit Freude leben”, sagt Dieter W. Kremer. „Es ist ein einfaches Leben frei von allen materiellen Sachen. Man ist zu nichts gezwungen. Es gibt keine Vorschriften.” Er hat sich tief in die Kultur eingearbeitet und mehrere Bücher geschrieben. Von seinen Reisen in 16 asiatische Länder brachte er auch immer einzigartige Sammlerstücke mit.

Die schönsten Exponate zeigt er nun vom 16. bis 19. Juni in der Ausstellung „Buddha lebt” im Haus Wetterstein, Kölnstraße 74-84. Die Vernissage findet am 15. Juni um 19 Uhr statt. Zu sehen sein werden rund 70 Buddha-Statuen, Ritualgegenstände, Lama Kronen und vieles mehr. Alle Gegenstände wurden von Geshe und Mönchen gesegnet. Auch sein Buch „Buddha lebt” ist erhältlich. Alle Einnahmen werden an das SOS Kinderdorf Cebo auf den Philippinen gespendet.


Ich lebe in Brühl seit ....
1952. Meine Familie stammt aus Badorf.

Am besten gefällt mir an Brühl ....

Die Stadtwerke Brühl GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Brühl hat in Hinsicht auf qualifizierte Ausbildungsberufe jedes Jahr eine Menge zu bieten.
Denn zu den vielfältigen Aufgaben der Stadtwerke gehört mehr als die Energie- und Wasserversorgung von Brühl.

Die Stadtwerke betreiben auch das KarlsBad mit Saunapark, den Brühler Stadtbus und das Anrufsammeltaxi (kurz AST), bewirtschaften die Brühler Parkflächen und sind auch Anbieter für E-Mobilität mit E-Carsharing. Insgesamt leisten derzeit mehr als 100 Mitarbeiter zahlreiche Dienstleistungen technischer sowie kaufmännischer Art für Brühl und seine Bürgerschaft.

Wenn Marco Thiemann mit Gitarre und Kunstwerken unter dem Arm die Patienten im Brühler Krankenhaus besucht, ist das für viele ein Lichtblick. Wir sprechen mit ihm über Hintergründe und seine Erfahrungen in der GFO Klinik Brühl – Marienhospital.



Herr Thiemann, was können wir uns unter Kreativen Therapien vorstellen?
Es geht um Techniken aus der Kunst- und Musiktherapie, die entspannend wirken und so das Wohlbefinden des Patienten steigern. Einfach mal durchatmen, den Stress um die Krankheit hinter sich lassen und zur Ruhe kommen. Dazu können Kreative Therapien beitragen.

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