Jahrgang 2016
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(tg) Bert Bollrath wurde 1958 in Brühl geboren. Im Alter von 12 Jahren entdeckte er sein Interesse für Gitarren. Er lernete, auf ihnen zu spielen, er probierte sie aus und reparierte sie, er war einfach begeistert von dem Instrument. Zwei, drei Jahre später kaufte er sich seine erste E-Gitarre und spielte mit Gleichgesinnten im Beatkeller auf der Uhlstraße. „Das war eine aufregende Zeit. Ich konnte mir bei vielen etwas abschauen, man lernte das Spielen ohne Unterricht zu nehmen. Abgucken und selbst aneignen war die Devise. So sah die damalige Jugendkultur aus”, erinnert sich Bert Bollrath. „Es war ein Gefühl von Freiheit, man kam sich klasse vor.” Ein prägendes Erlebnis war der Song „Jumpin' Jack Flash” von den Rolling Stones.


Er spielte in etlichen Bands mit und war Gründungsmitglied von „Makadam”, einer Band, die in den achtziger Jahren in Brühl einen Namen hatte. „Wir haben die Aula des Max Ernst Gymnasiums mit 600 Leuten gefüllt”, sagt Bert Bollrath. Nach der Schule machte er eine Lehre zum Speditionskaufmann, sattelte dann aber später zum Zahntechniker um, den Beruf, in dem er bis heute erfolgreich arbeitet. Bert Bollrath ist verheiratet und hat zwei Kinder. Neben der Musik interessiert er sich auch für die Malerei. Früher nahm er in der Malschule Kurse bei Edith Reick und stellte auch bereits mehrfach aus.

Sein großes Hobby bleiben aber die Gitarren, die er auch sammelt. Bert Bollrath arbeitet inzwischen nur noch vier Tage in der Woche als Zahntechniker, freitags widmet er sich in seiner kleinen Werkstatt im eigenen Haus der Pflege und Reparatur von Gitarren. „Die Ästhetik von Gitarren fasziniert mich, jedes Instrument hat seine eigene Geschichte, die ich auch nicht verändern will", meint der 57-Jährige. Großartig Geld verdienen tut er damit er nicht, es ist die Freude an der handwerklichen Betätigung die sein Ansporn ist. Er will bei den kleineren und größeren Problemen weiterhelfen. „Ich nehme mir die Freiheit, nur das zu machen, was mir Spaß macht.” Dazu gehört auch nach wie vor das eigene Musizieren. Mit „Old Friends” tritt er immer wieder zusammen mit Gastmusikern auf. Das nächste Konzert steigt am 10. Dezember bei Tasso auf der Bleiche.


Ich lebe in Brühl seit ....

meiner Geburt im Jahr 1958.

 

Am besten gefallen mir an Brühl ....

die offene, bunte Struktur der Stadt, das quirrlige Leben und das friedliche Miteinander vieler Gruppen.

 

In Brühl vermisse ich ....

kaum etwas, höchstens das Meer.

 

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....

der Schlosspark mit der Oase Falkenlust. Er ist für mich greifbar nahe.

 

Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich ....

auf einen Kaffee ins Cafe Duett.

 

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....

nicht. Ich habe eine gewisse Scheu vor Vereinen und bin kein Vereinsmensch. In gewissem Sinne ist die Band, in der ich spiele, mein Verein.

 

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....

Transparenz dem Bürger gegenüber. Dort sitzen die gewählten Volksvertreter, die nicht ihr eigenes Ding machen sollen.

 

Meine Einstellung zur Kirche ist ....

für mich als Gemeinschaft der Gläubigen positiv. Die Institution Kirche sehe ich problematisch.

 

An den tollen Tagen findet man mich ....

entweder bei den Nachbarn mit einem Bier feiernd oder nach Holland geflüchtet.

 

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....

kleine Stadt mit kurzen Wegen, die viel Kulturelles zu bieten hat, und in der viele offene Menschen leben.

 

Am besten abschalten kann ich beim ....

Gitarre reparieren oder Gitarre spielen. Das ist für ich wie Meditation.

 

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ....

meine eigene Dummheit. Ich versuche aber, mich nicht zu ärgern. Das ist nicht zielführend. Man sollte geduldig mit sich und anderen sein.

 

Mein letzter Kinofilm war ....

der letzte James Bond Film „Spectre”. Ein guter Unterhaltungsfilm. Ansonsten mag ich kleinere Filme im Stil von „Lang lebe Ned Devine!”

 

Mein letztes Buch war ....

„Der Appell des Dalai Lama an die Welt – Ethik ist wichtiger als Religion” von Franz Alt. Das ist ein für alle Zeitgenossen lesenswertes Buch. Außerdem mag ich auch Gedichte.

 

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....

nicht. Ich gucke aber gerne mit der Familie die Länderspiele bei großen Turniere und fiebere dann auch mit.