(tg) Marion Köhler wurde 1961 im kleinen Örtchen Braubach bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz geboren. Von ihrem Vater, der im Nebenamt Organist im gleichen Ort war, stammt ihre früh entwickelte Liebe zum Klavier- und später Orgelspielen. Mit sechs Jahren bekam sie bereits Klavierunterricht. Da sie sich dabei nach eigener Einschätzung „nicht allzu doof“ anstellte, war dann „sobald meine Beine lang genug waren, um an die Pedaltasten zu gelangen“ der Sprung zum Orgelspiel nicht mehr weit.

Mit 16 Jahren ging sie von der Schule ab und besuchte fortan die Musikhochschule in Köln. „Mit 21 Jahren war ich fertig“, sagt Marion Köhler stolz. Sie konnte sofort danach aus zwei attraktiven Jobangeboten wählen und entschied sich für die Evangelische Militärkirchengemeinde St. Stephanus in Munster/Niedersachsen. Dort lernte sie beim „Panzerball“ ihren Mann Wolfgang kennen und lieben. Sie heirateten bekamen sieben Kinder – vier Jungs und drei Mädchen – und landeten nach weiteren Stationen in u.a. Koblenz, Hamburg und Verona im Jahr 1997 in Brühl. Bis heute fühlt sich die Familie hier wohl. Marion Köhler fand schnell Anschluss und Arbeit. Zunächst als Vertretung in Sürth und Bayenthal, dann in Brühl, als an der Johanneskirche eine Stelle frei wurde.
Seitdem ist die Kantorin „sehr zufrieden“ in Brühl. Die Kantoreiarbeit hat sie im Mai an Ruth Dobernecker abgegeben und ihre Stundenzahl reduziert. Marion Köhler hat sich nun auf die Projektarbeiten konzentriert, „in der singende Menschen Lust darauf haben, für eine begrenzte Zeit zu proben. Nach sehr erfolgreichen Projekten mit teilweise umgetexteten Songs der Beatles, von Abba oder Queen steht im Februar zum Karnevalsgottesdienst ein Special mit kölschen Liedern an. „Die Proben machen viel Spaß, wir haben auch Zeit zum Quatschen und gemeinsamen Essen“, sagt Marion Köhler.
In der Vorweihnachtszeit gibt es vier Adventskonzerte in der Christuskirche. Für das am 4. Advent am 21. Dezember zeichnet sie verantwortlich. Es ist ein Konzert mit dem ukrainischen Flüchtlingschor „Namysto“, bei dem schöne ukrainische und deutsche Weihnachtslieder gesungen werden.
Im Sommer organisiert sie zudem die Konzertreihe „Sommerkirche“, zu der Solisten oder auch Ensembles eingeladen werden. Und das alles neben ihrer Tätigkeit als Organistin bei den regelmäßigen Gottesdiensten, Schul- und
Seniorengottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen wie Trauungen, Taufen und Beerdigungen, Abendmusiken, Gemeindefeiern und - festen.
Ich lebe in Brühl seit ....
dem Jahr 1997, aktuell in Brühl-Süd.

Liebe Leser,
die Winterzeit hat uns wieder, Brühl hat mit Dr. Marc Prokop einen neuen Bürgermeister und der Jahresendspurt hat so langsam begonnen. Der Brühler Bilderbogen wünscht Marc Prokop alles Gute und viel Erfolg in seinem neuen Amt und gratuliert noch einmal herzlich zum souveränen Wahlerfolg in der Stichwahl, in der er rund 60 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Auch seine Herausforderin Simone Holderried erzielte ein sehr beachtliches Wahlergebnis.
Auf den neuen Rat der Stadt Brühl, in dem sich Anfang November noch keine neue „Regierungskoalition“ gebildet hatte, kommen in den kommenden Wochen wichtige Aufgaben zu. Vor allem muss der Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet werden. Und dann stehen auch bald noch die Erweiterungspläne des Phantasialandes zur Debatte an. Der November ist traditionell vollgepackt mit spannenden Kulturveranstaltungen. Es gibt Konzerte von „2von3 plus Band“ am 14. November, von der DONIE Band am 15. November, das Festkonzert des Kirchenchores am 23. November. Die Ausstellung der Joseph und-Anna-Fassbender-Preisträgerin Isabell Schulte läuft noch bis zum 19. November. Das Kleine Theater Brühl präsentiert am 22. und 23. November noch einmal den „Mordprozess im Märchenwald“. Im Kunstverein und im Brüneo werden neue Ausstellungen gezeigt. Der große Brühler Weihnachtsmarkt eröffnet am 24. November und auch viele kleinere und größere Basare stehen an.
Der November ist auch der Monat des Karnevalsbeginns am 11.11. und der ersten Partys und Sitzungen. Es ist zwar schade, dass es in Brühl in diesem Jahr kein Dreigestirn gibt. Doch gefeiert wird trotzdem, alternative Programme mit vielen Höhepunkten sind garantiert. Georg Müller, der neu gewählte Präsident des Festausschuss Brühler Karneval, berichtet davon. Er hat außerdem den Fragebogen für uns ausgefüllt. Am 30. Oktober fand in Brühl-Ost der Spatenstich zum neuen Bürgerpark an, der noch in diesem Jahr nach einer Online-Abstimmung auch seinen neuen offiziellen Namen erhält. Beim Spatenstich war auch für die Öffentlichkeit wunderbar zu sehen, wie in einer gelebten Demokratie die Amtsübergabe ablaufen kann. Beim letzten Termin des scheidenden Bürgermeisters Dieter Freytag war auch sein Nachfolger Marc Prokop zugegen. Gemeinsam packten sie an, schon den ganzen Monat über lief geräuschlos der Übergabeprozess. So muss es sein.
Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22
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Trotz aller Bemühungen ist es dem Festausschuss Brühler Karneval in diesem Jahr nicht gelungen, ein Brühler Dreigestirn zu finden. Das ist schade, hat es aber auch schon in der Vergangenheit gegeben. Inzwischen ist es nicht mehr Bedingung, dass ein Dreigestirn die Brühler Jecken regiert. Auch andere Konstellationen wie Prinzenpaar, Prinz oder Prinzessin sind ausdrücklich erlaubt und auch bereits erprobt, wie sich bei der Regentschaft von Prinzessin Franziska im Jahr 2018 zeigte. Karneval wird in Brühl in der Session 2025/26 auch ohne Dreigestirn gefeiert. Aber macht es dann auch genauso viel Spaß wie mit Dreigestirn. Das wollten wir von den Menschen in der Brühler Innenstadt wissen.

Elke Lindenbach mit Ehemann Andreas:
Mir ist das relativ egal. Ich tue mich etwas schwer damit, auf Knopfdruck zu feiern. Ich feiere ein bisschen Karneval und gucke den Zug an, während mein Mann eher der Karnevalsmuffel ist. Als kölsches Mädche bin ich früher im Zug mitgelaufen. Für den Brühler Karneval ist es schade. Die Frage ist, ob es ein einmaliger Fall bleibt oder eine Tendenz wird. Es wäre fatal, wenn es der Anfang vom Ende wäre. Aber wer tut heutzutage noch etwas für Andere? Die Gesellschaft braucht ganz allgemein mehr an Miteinander und sozialem Engagement, egal ob im Karneval, der Kirche oder im Häkelkurs.
Weiterlesen: Umfrage: Macht Karneval ohne Brühler Dreigestirn nur halb so viel Spaß?
"Adventskonzert als musikalisches Erlebnis voller Emotionen“
Die Proben für das traditionelle Adventskonzert der Ursula Singers laufen auf Hochtouren. Am 6. Dezember tritt der beliebte Brühler Chor um 20 Uhr erstmals im Feierabendhaus Knapsack in Hürth auf. Rund 500 Menschen können dort das Konzert verfolgen. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen und lässt auf ein volles Haus hoffen. Der Brühler Bilderbogen hat sich mit Isabel Tondorf, Katharina Kattwinkel und Paula Cloidt (im Bild oben v.l.n.r.) zum persönlichen Gespräch getroffen.

Es soll ein großes Konzert in diesem Jahr werden, das Adventskonzert der Ursula Singers. Anders als bei den meisten anderen Auftritten wird der A-Capella-Chor diesmal bei einzelnen Stücken von einer Band begleitet. Das Programm wird wieder weihnachtlich sein und viel Abwechslung bieten. „Wir werden Stücke dabei haben, in denen wir Pop und Jazz miteinander kombinieren“, berichtet Paula Cloidt, die Vorsitzende der inzwischen als Verein eingetragenen Ursula Singers. Präsentiert werden neu arrangierte Weihnachtsstücke wie „Santa Claus coming to Town“ in einer Latin Version. Es wird wieder Soloparts geben, auch sind verschiedene Dirigenten zu erleben. Die Songs stammen von Billy Joel über Queen, Chicago und Coldplay bis hin zu Billie Eilish. Bekannte Klassiker treffen auf moderne Pop-Perlen – alles mit Leidenschaft, Humor und Herz arrangiert. Es wird richtig was los sein auf der Bühne. „Zu unserem Erfolgsrezept gehört, dass wir bei unseren Konzerten wild innerhalb der Genres wechseln“, meint Isabel Tondorf, eine der über 40 aktiven Sängerinnen und Sänger des jungen, gemischten Chores, dessen Mitglieder im Alter zwischen 15 und 30 Jahren sind.
"Park mit Sportangeboten und Plätzen zum Treffen“
(tg) Die Namenssuche ist in vollem Gange, doch der Spatenstich für die neue Begegnungsfläche in Brühl-Ost erfolgte bereits am 30. Oktober. Was genau geplant ist, berichtete uns Susanne Zimmermann von der Abteilung Klimaschutz der Stadt Brühl.

BBB: Frau Zimmermann, Ende Oktober fand nach einer langen Planungsphase mit viel Bürgerbeteiligung der Spatenstich zur neuen Parkanlage in Brühl-Ost statt. Was wird dort genau entstehen? Wie hoch sind die geschätzten Kosten?
Susanne Zimmermann: Es entsteht ein Stadtpark mit diversen Angeboten für die Brühler Bürgerinnen und Bürger. Es wird einen Naturpfad mit Informationen zu Flora und Fauna geben, verschiedene Sportmöglichkeiten, viele unterschiedliche Sitzmöglichkeiten und Plätze zum Treffen sowie eine hohe Anzahl an Bäumen, Sträuchern, Beeten und sonstige Begrünung zur Erholung in der Natur. Der Park wird eine attraktive Verbindung von der Langenackerstraße im Westen zur Bergerstraße im Osten und von der Schildgesstraße im Norden bis hin zum Spielplatz im Süden von Brühl-Ost bilden. Die Kostenschätzung beträgt knapp 3.600.000 Euro, davon werden 79,93 % vom Fördergeber, dem Bundesverband für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz, übernommen. Es handelt sich um ein „KoMoNa“ Förderprogramm für Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelgebieten.
BBB: Inwieweit werden Klimaschutz sowie die Erhöhung der Biodiversität und Stärkung des Insektenschutzes berücksichtigt?
Seit vier Jahren ist Brühl offiziell eine Fair Trade Stadt. Ende 2024 wurde der Status erneut bestätigt. Über 30 Akteure aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Kirche machen mit und handeln mit Fair Trade Produkten. Der Brühler Bilderbogen hat sie vorgestellt und mit Robert Saß und Marcella Venghaus gesprochen.
(tg) Die Schlossstadt Brühl erfüllt nach wie vor alle fünf Kriterien der Fair Trade Towns Kampagne und trägt weiterhin den Titel „Fair Trade Stadt“. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2021 durch TransFair e. V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Brühl. Lokale Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Brühl dem internationalen Netzwerk der Fair Trade Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern“, sagt der Bürgermeister Dieter Freytag. Für die Erteilung des Titels waren fünf Kriterien zu erfüllen. Für Brühl gilt: Mindestens zehn Einzelhandelsgeschäfte, fünf Gastronomiebetriebe, eine Schule, eine kirchliche Einrichtung und ein Verein müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment haben.
Weiterlesen: Fair Trade Stadt Brühl Kleine Kaufentscheidung, großer Unterschied
Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902_1991)
Vor 20 Jahren
Chorkonzert

Stehen wir im November 2025 vor dem krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres „400 Jahre Chorgesang an St. Margareta“, so blicken wir in dieser Chronik nicht ganz so weit zurück, „nur“ genau 20 Jahre. Denn am 20.11.2005 stand der Leitgedanke „Ihr Alten … und auch Ihr Jungen“ – an Psalm 148 angelehnt – über einem Chorkonzert, das der Kirchenchor St. Margareta gemeinsam mit dem Chor Wellenbrecher und den Kinderchören von St. Margareta, Brühl und St. Pantaleon, Erp aufführte.

Es erklangen zwei Werke des englischen Komponisten John Rutter: Die „Mass of the Children“, und das „Magnificat“. Bereits mehrfach führten die Brühler Chöre unter der Leitung von Regionalkantor Michael Koll und seit 2011 unter seinem Nachfolger, dem aktuellen Kantor an St. Margareta, Peter J. Klasen, Werke des 1945 geborenen Komponisten auf. Das Besondere an diesem Chorkonzert war, dass hier die Kinderchöre gemeinsam mit den „großen“ Chören eine beeindruckende Stimmenvielfalt zu Gehör brachten.
Verlagssonderveröffentlichung
Die Provinzial Geschäftsstelle Raddatz, Beyer & Fey oHG zählt offiziell zu den Wachstumschampions 2026 in Deutschland. Damit würdigt FOCUS Business gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Statista die 500 am stärksten wachsenden Unternehmen bundesweit.

Nachhaltiges Wachstum – regional verwurzelt Die Geschäftsstelle der Provinzial in Brühl, Hürth und Wesseling hat unter der Leitung von Marco Raddatz, Jens Beyer und Markus Fey durch außergewöhnliche Leistungen in den vergangenen Jahren ein besonders dynamisches Umsatz- und Mitarbeiterwachstum erzielt – und das in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
(tg) Georg Müller wurde 1959 in Brühl geboren. Mit 16 Jahren begann er eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei der Degussa in Wesseling, der er 47 Berufsjahre lang treu blieb. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau Gerda einen Sohn und eine Tochter. Er lebt in Heide. Als Kind fand Georg Müller bereits Gefallen am Straßenkarneval. Doch bis er in eine Karnevalsgesellschaft eintrat, sollten noch viele Jahre vergehen. Im Jahr 2000 war es dann so weit. Weil seine Tochter Kristina die Jungfrau im Kinderdreigestirn wurde, beschloss er, sich auch der Schlossgarde anzuschließen, der er bis 2023 angehörte.

Sein Sohn Marcel war übrigens der Bauer des Brühler Dreigestirns von 2023. Als Kommandant genoss Georg Müller es, in schmucker Uniform auf der Bühne mit dem Korps und dem Musikzug Karneval zu feiern. Vor zwei Jahren kam dann von Peter Lautenschläger, dem Präsidenten des Festausschuss Brühler Karneval (FBK), die Anfrage, ob er ihn nicht als Vizepräsident im FBK unterstützen könne. Georg Müller sagte zu, „weil es mit dem Brühler Karneval ja weitergehen soll“. Als der Präsident dann ein Jahr später sein Amt zur Verfügung stellte, erklärte sich Georg Müller erneut bereit, dem FBK zu helfen.
Am 26. September 2025 wurde er zum neuen Präsidenten gewählt. Der Vorstand ist nun auch insgesamt komplettiert und steht vor wichtigen Aufgaben. Denn im Sommer trat das designierte Dreigestirn für die kommende Session zurück. In der Kürze der Zeit gelang es dem FBK nicht, neue Tollitäten zu finden, so dass Brühl in der Session 2025/26 leider ohne Erwachsenen-Dreistirn dasteht. „Wir haben alles versucht, waren sogar mit einem Aufruf im WDR-Fernsehen, doch leider vergeblich“, sagt Georg Müller. Nun war ein wenig Improvisationstalent gefragt, denn der Veranstaltungskalender stand ja bereits.
Statt der Proklamation des Dreigestirns findet nun am 4. Januar im Brühler Tanzsportzentrum ab 13:30 Uhr eine große Kostümsitzung statt. Das Motto: „Bröhler Jecke, mir fiere trotzdem!“ Mit dabei: Björn Heuser, Martin Schopps, Räuber, Höhner, Willi & Ernst, Heddemer Twix, Brühler Tanzgruppen, Fidele Bröhler Falkenjäger sowie das Tanzcorps der Luftflotte. Tickets kosten 37,50 Euro und sind ab sofort erhältlich bei www.bruehlerkarneval.de
Ich lebe in Brühl seit .... 1959 in Kierberg und Heide.
Am besten gefallen mir an Brühl ....
das Sportzentrum des BTV, die Gastronomie in der Innenstadt und natürlich der Brühler Karneval.
„Jetzt so richtig!“
Anfang der 90er-Jahre landeten „The Pleasure Principle“ mit ihrem Hit „Trip to My Soul“ aus dem gleichnamigen Debütalbum in den Radios. Die Band tourte sogar mit „The Cross“, dem damaligen Rockprojekt des Queen-Schlagzeugers Roger Taylor. 1993 war das Vergnügen jedoch schon wieder vorbei: Es gab Zoff mit der Plattenfirma und sogar ein Protestkonzert auf dem Firmengelände. Die Musiker gründeten anschließend Goya, und fortan wurde auf Deutsch gesungen. 2010 folgte ein erstes Comeback mit dem Doppelalbum „Time Will Flow“, damals wieder unter dem Namen The Pleasure Principle. Nun sind sie wieder da: Unter dem verkürzten Namen Pleasure Principle kehren Alex Flucht, André Gladbach und der gebürtige Brühler Markus Junker zurück auf die Bühne. Am 11. Dezember feiern sie ihr Comeback – im Blue Shell in Köln – mit neuen und alten Songs, frischer Energie und einer ordentlichen Portion Spielfreude.

Im Interview mit dem Bilderbogen erzählen die drei, warum sich das Vergnügen jetzt so richtig lohnt …
BBB: Markus Junker, Sie haben Ihre Jugend in Brühl verbracht – welche Erinnerungen verbinden Sie mit dieser Zeit?
Markus Junker: Ich habe in Brühl eine wirklich schöne Teenagerzeit verbracht. Dort habe ich meine ersten musikalischen Schritte gemacht – mit meinen ersten Bands, zum Beispiel „Chameleon“, und unseren Auftritten im Jugendzentrum. Brühl fühlt sich für mich auch heute noch gut an. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und viele tolle Erinnerungen hinterlassen. Mit dem Café Junkers hatte ich allerdings nichts zu tun. Mit etwa 20 Jahren zog es mich dann nach Köln, wo für mich ein neues Kapitel begann – die Musik hatte mich da schon komplett gepackt. Ich hoffe, dass einige Leute aus Brühl zum Konzert kommen.

Liebe Leser,
nach der Wahl ist vor der Wahl. Am 14. September hat Brühl gewählt. Und am 28. September kommt es zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin. Die Ergebnisse der Wahl haben es durchaus in sich. Wahlgewinner ist die CDU mit 36,5 Prozent der Stimmen für den Rat der Stadt Brühl und satten 47 Prozent für ihren Bürgermeisterkandidaten Dr. Marc Prokop. Bündnis 90/Grüne verbuchten als zweitstärkste Kraft 21,4 Prozent, ihre Kandidatin Simone Holderried 22,5 Prozent. Die SPD musste sich mit 20,2 Prozent begnügen, ihr Kandidat Bernhard Schumacher kam auf 20,7 Prozent.
Damit treten in der Stichwahl Marc Prokop und Simone Holderried gegeneinander an. Wir haben erneut mit beiden gesprochen und ihnen die gleichen Fragen zu drängenden Brühler Herausforderungen gestellt. Prokops Vorsprung scheint riesig, doch da die SPD, Linke und Volt ihren Wählern empfohlen haben, für Holderried zu stimmen, könnte es vielleicht doch etwas knapper werden als erwartet, wenn Grün/Rot ihre Wähler für die Stichwahl besser mobilisiert als die CDU. Gehen Sie bitte auf alle Fälle wählen.
Da der neue Rat der Stadt Brühl nun aus 52 Sitzen besteht, könnte es auch noch in Sachen „Regierungsbildung" spannend werden, sollte sich die CDU weder mit den Grünen noch der SPD auf eine Zusammenarbeit einigen können. Denn wenn wir die Parteien in eher rechts und eher links einteilen, hätten wir eine Pattsituation von 26 zu 26. Bei einem solchen Patt hätte übrigens der Bürgermeister bei den meisten Entscheidungen im Rat ein Stimmrecht.
Die möglichen Regierungskonstellationen für Brühl sind: CDU und Grüne sowie CDU und SPD hätten mit jeweils 30:22 Sitzen eine solide Mehrheit. Eine knappe Mehrheit von 28:24-Sitzen hätte rein rechnerisch auch eine Ampel aus Grüne, SPD und FDP zusammen mit Linken und Volt. Allerdings dürfte ein Fünf-Parteien-Bündnis sehr unrealistisch sein. Wir können also sehr gespannt auf die folgenden Gespräche der Parteien sein.
Im Übrigen gilt für alle Parteianzeigen in dieser Ausgabe: Für den Inhalt sind die Parteien selbst verantwortlich.
In Brühl dreht sich aber zum Glück nicht alles um die Kommunalpolitik. Im Oktober gibt es wieder eine Fülle an spannenden Kulturveranstaltungen. Das Kleine Theater Brühl zeigt beispielsweise seine neue Produktion unter der Regie von Katja Hamberger, die unseren Fragebogen ausgefüllt hat. Und im Kletterturm TurmX wird fleißig gewerkelt, damit die neue Attraktion TurmXgames am 2. November pünktlich starten kann.
Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe!
Ihr Team vom
Brühler Bilderbogen
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Im feierlichen Rahmen des Kapitelsaals fand die Verleihung der Ehrenplaketten der Stadt Brühl durch Bürgermeister Dieter Freytag an Persönlichkeiten statt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben:

Evi Gelath, Gabriele Zimmermann und Dr. Werner Höbsch.
Weiterlesen: Brühl verleiht Ehrenplaketten an verdiente Persönlichkeiten
Der Wähler hat entschieden, die Zusammensetzung des neuen Rates der Stadt Brühl steht fest. In Kürze wird der neue Rat erstmals zusammentreten und die ersten Entscheidungen auf den Weg bringen.
Welchen Themen, die Menschen in Brühl eine besonders hohe Priorität einräumen, haben sie in unserer Umfrage erzählt.

Christoph Nix:
Wenn es nach mir ginge, könnte der Janshof direkt wieder umgebaut werden. Viel weniger Steine müssten da hin. Es braucht mehr Bäume, mehr Schatten. Und viele kleine Bäche wie in Freiburg wären auch gut fürs Klima. Es ist auch ein Witz,
dass das neue Rathaus schon wieder eine Baustelle ist. Ich weiß, dass es nicht geht, aber sie könnten die oberste Etage direkt wieder abreißen. Mir ist schleierhaft, wie man ein nach Süden gerichtetes Dach mit einer Neigung von 45 Grad nicht mit Photovoltaik ausstatten und mit gutem Beispiel vorangehen kann. Stattdessen fallen von der Fassade Steine herunter. Das kostet alles öffentliches Geld.

Das Kulturprogramm der Stadt Brühl verspricht auch in den Monaten Oktober bis Dezember wieder zahlreiche Höhepunkte aus Konzerten, Kabarett und Kleinkunst.
Ein gesellschaftlich umstrittenes Thema ist das Verhältnis von Mann und Frau, welches sich abhängig von vielen Einflüssen immer wieder verändert. Der Kölner Liedermacher Rally Brings und sein Sohn Benjamin Brings laden am Sonntag, den 26. Oktober zu einem facettenreichen, musikalischen, humorvollen und berührenden Nachmittag ein. "Adam und Eva - Ne Adam muss en Eva han, domet hä besser kühme kann - oder: Eijentlich es et Blues" behandelt humorvoll persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Entwicklungen und wird ab 17 Uhr im Kapitelsaal des Rathauses präsentiert.
Jeder kennt eine Geschichte vom bösen Wolf. Der eine Wolf verschlingt die sieben Geißlein, ein weiterer Wolf setzt den drei kleinen Schweinchen zu und wieder ein anderer Wolf stellt dem Rotkäppchen nach.

Was wäre, wenn alle diese Taten von ein und demselben Wolf begangen worden wären?
„Phantasialand-Bebauungsplanverfahren anstoßen“
Dr. Marc Prokop war der klare Gewinner der Bürgermeisterwahl. Mit 47 Prozent der Stimmen verfehlte er aber im ersten Wahlgang knapp die absolute Mehrheit und muss sich nun seiner Herausforderin Simone Holderried in der Stichwahl am 28. September stellen.

BBB: Herr Prokop, wie denken Sie über die Erweiterungspläne des Phantasialands?
Dr. Marc Prokop: Ich will Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in die Diskussion bringen. Dafür müssen wir das Bebauungsplanverfahren für eine Erweiterung endlich anstoßen. Nur dieses Verfahren ist dazu geeignet, alle Belange der gesamten Stadtgesellschaft ergebnisoffen in die Diskussion zu bringen. Dazu gehören die Umwelt- und Naturschutzbelange genauso wie die Anliegen des Phantasialandes und der Anwohner. Deswegen müssen wir das Moratorium beenden und das B-Plan-Verfahren zügig mit einem „Runden Tisch Phantasialand“ (inklusive Umweltverbänden und Anwohnerschaft) starten. Noch mal ganz klar: Folgende Voraussetzungen müssen eingehalten werden: Höchste Umweltstandards, belastbares Starkregen-/Versiegelungsgutachten, klare Verkehrslenkung zum Schutz von Badorf/Pingsdorf. Das Phantasialand ist ein touristischer Leuchtturm und Arbeitgeber (mit mehr als 1.800 Jobs); die Entwicklung muss im Einklang mit Stadtgesellschaft und Natur stehen.
„Ich lehne die Erweiterungspläne des Phantasialandes ab“
Simone Holderried ist die erste Bürgermeisterkandidatin der Grünen, die eine Stichwahl in Brühl erreicht hat. Mit knappem Vorsprung sicherte sie sich mit 22,5 Prozent Platz 2. Damit tritt die 56-Jährige am 28. September in der Stichwahl gegen Dr. Marc Prokop von der CDU an.

BBB: Frau Holderried, wie denken Sie über die Erweiterungspläne des Phantasialands?
Simone Holderried: Ich bin für den Erhalt des Naturschutzgebietes am Ententeich. Die Erweiterungspläne in das Naturschutzgebiet und in die Kleingartenanlage lehne ich ab. Das Phantasialand ist ein wichtiges Unternehmen in unserer Stadt dem es in den letzten Jahren immer wieder gelungen, im besten Sinne erfinderisch zu sein. Eine Erneuerung innerhalb des bestehenden Geländes kann auch in den kommenden Jahren erfolgen.
Angesichts der jetzt schon erlebbaren Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Stadt – insbesondere Starkregenereignisse und Trockenheit – halte ich es für geboten, das 14 ha große Naturschutzgebiet und auch die Kleingartenanlage zu erhalten. Das Argument, dass es sich ja „nur“ um einen aufgeforsteten Wald handle, ist nicht stichhaltig, denn nahezu alle Fläche in Deutschland ist Kulturlandschaft. Ein Gebiet wird nicht ohne Grund zu einem Naturschutzgebiet erklärt, sondern weil es aufgrund der Pflanzen und Tiere als schützenswert gilt. Das besagte Gelände am Ententeich hat diesen Schutzstatus.
Der Vorschlag, das Bauleitverfahren einzuleiten, um dann auf der Basis von Gutachten zu entscheiden, ob wirklich gebaut werden soll (wie es das Phantasialand und auch die CDU fordern), entspricht nicht der Idee des „B-Planverfahrens“. Ein Aufstellungsbeschluss bekundet das Interesse der Stadt, den Bereich zu überplanen und kann im Falle des Doch-nicht-Bauens zu finanziellem Schaden für die Stadt führen.
Weiterlesen: Interview mit Simone Holderried, Bündnis 90/Grüne
Einst ging der Künstler Max Ernst im „Brühler Pavillon" tanzen. Heute befindet sich in dem ehemaligen Ausflugslokal entlang der ersten Eisenbahnstrecke zwischen Köln und Bonn das Max Ernst Museum Brühl des LVR. Es wurde am 4. September 2005 eröffnet und widmet sich seither zentral dem Leben und Werk des in Brühl geborenen, international bekannten Künstlers Max Ernst (1891-1976). Sein bewegtes Leben, das von beiden Weltkriegen geprägt wurde, führte ihn von Brühl über Köln nach Paris, dann ins Exil über New York und Arizona (USA) schließlich wieder zurück nach Europa.

Regelmäßig präsentiert das Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) Wechselausstellungen von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Mehr als eine Million Menschen besuchten bislang über 60 Ausstellungen, die teilweise in internationalen Kooperationen entstanden sind, darunter u. a. Neo Rauch, Niki de Saint Phalle, David Lynch, Tim Burton, M.C. Escher, Joan Mir6, Joana Vasconcelos, Moebius, Nevin Aladag und Alberto Giacometti.
Weiterlesen: Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt Marion Verboom und Christoph Westermeier
"Ich habe den Plan, keinen Plan für die Zukunft zu haben“

Am 31. Oktober endet die Amtszeit des Brühler Bürgermeisters Dieter Freytag. Seit dem Jahr 2014 ist er im Amt. Im November des vergangenen Jahres gab der inzwischen 70-Jährige bekannt, dass er bei der Kommunalwahl in diesem Herbst nicht wieder kandidieren würde. Der verheiratete Vater von sechs Kindern wurde mit 24 Jahren 1979 erstmals in den Rat der Stadt Brühl gewählt, fungierte später als Kämmerer und seit elf Jahren als Bürgermeister. Der Brühler Bilderbogen traf den beliebten Politiker zum persönlichen Gespräch und zu einem Rückblick auf sein Wirken.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: Dieter Freytag, Bürgermeister
Der beliebte Brühler Gospelchor Calors of Hope sucht neue Mitglieder. "Wir sind ein bunt gemischter Gospelchor, der aber auch andere Musikrichtungen singt", sagt Sylvia Fritz. "Wer Spaß am Singen in der Gemeinschaft hat, ist herzlich willkommen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich."

Jubiläumsprogramm von 6. bis 19. Oktober

Die Stadt Brühl lädt herzlich zu den Internationalen FigurenTheaterTagen (IFTT) vom 6. bis einschließlich 19. Oktober 2025 ein. Schon seit 1986 setzen sie einen besonderen Fokus auf die Kunst des Figurenspiels und bieten seither den Rahmen und die Kulisse für zeitgenössisches Figurenund Objekttheater. Auch in diesem Jahr wird innerhalb von 14 Tagen ein vielfältiges Programm aus spannenden Darbietungen, Workshops, Kunst und Aktionen für Jung und Alt präsentiert. Begleitet wird das Festival über die gesamte Dauer von zwei außergewöhnlichen Ausstellungen: Ab dem 6.10. können Sie in der Kreissparkasse Köln, Filiale Brühl, Markt 14, Innenstadt bemerkenswerte Skulpturen unter dem Motto „Figur und Form" der Steinbildhauerei-Werkstatt der Kunst und Musikschule Brühl bewundern.

Die Pfarrgemeinde St. Margareta in Brühl feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: Sie blickt auf die Tradition von 400 Jahren Chorgesang in der Gemeinde zurück. Im Frühjahr 1625 wollte der Winter in Brühl offenbar kein Ende nehmen. Es muss über eine längere Zeit ganz ungewöhnlich kalt gewesen sein, Mitteleuropa befand sich in der sog. ,,kleinen Eiszeit". Die extreme Kälte wurde als göttliche Strafe interpretiert. Daher veranlasste der Brühler Pastor Heinrich Wichterich (Amtszeit 1618-1666), dass an acht aufeinander folgenden Tagen am Abend bis in die Nacht hinein die Glocken geläutet wurden und dass die Chorsänger sich befleißigten, mit Gesang Gott zu loben, damit er diese - als gerecht empfundene - Strafe von der Stadt und der Gemeinde abwende.
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG
Seit drei Jahren ist Brühl offiziell eine Fair Trade Stadt. Ende 2024 wurde der Status erneut bestätigt. Über 30 Akteure aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Kirche machen mit und handeln mit Fair Trade Produkten. Der Brühler Bilderbogen stellt sie in einer Serie vor.
Why not! Wein-Ecke & Secondhand
Seit Dezember 2024 leiten Renate Schmolz und Thomas Klein ihre Weinstube „Why not!" in der Kölnstraße 61. Sie setzen damit dort in der ehemaligen Weinecke Weberhaus die lange gastronomische Tradition fort. ,,Wir sind eine gemütliches Weinlokal und bieten als Ergänzung auch kleine feine Speisen an", sagt Renate Schmolz (im Foto re. neben Betty Kurth). "Wir haben auch Ecken mit Secondhand Mode für Frauen, aber werden Sie nicht damit belästigen, wenn Sie nur zum Essen und Trinken reinschauen. Betrachten Sie es dann einfach als nette Dekoration."

Weiterlesen: Fair Trade Stadt Brühl - Diese Geschäfte gehören dazu (Promotion)
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG
Die „TurmXgames" starten im November
(tg) Brühl bekommt ab dem 2. November eine neue Topattraktion. Die Macher des Kletterturm „TurmX" - Raimund Bechtloff, Marco Gleißner, Achim Heymann und seit kurzem auch Frank Reitinger - haben das Angebot von Europas höchstem urbanen Kletterturm erweitert und die „TurmXgames" ins Leben gerufen.

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag
Vor 280 Jahren Barockaltar aufgestellt

Kein Geringerer als Balthasar Neumann persönlich war im Herbst des Jahres 1745 nach Brühl gekom? men, um die Fertigstellung des von ihm entworfenen Hochaltars der Schlosskirche zu überwachen. Gefertigt worden waren alle Einzelteile zuvor in der Werk? statt der Familie van der Auwera in Würzburg, der Transport fand zunächst per Schiff bis Wesseling und vor dort per Gespann zum Bestimmungsort statt.
Vor 240 Jahren Kurfürstlicher Tadel
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